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Neueste Artikel:
Timelash: Torchwood-Stars haben Spaß in Kassel
Fearcon: Horrorstars ohne Berührungsängste
Bochum: Schwarze Szene feiert Leaether Strip
Scooter Forever: Zwischen Kirmestechno und fetzigen Gitarrenriffs.
DAZN: Das Netflix des Nischensports (Test)
MPS Köln: Mittelalterfans rocken den See
Scooter: Always Hardcore in Mönchengladbach
Weekends der Verwirrung
Comic Con Germany: John Barrowman rockt Stuttgart
Bottrop: Marina Sirtis kommt in den Movie Park


30
Okt

Timelash: Torchwood-Stars haben Spaß in Kassel

Einst vor zwei Jahren hätten die Veranstalter das wohl nicht für möglich gehalten: Eine erfolgreiche reine Doctor Who-Convention, die sich stark auf die Classics der britischen Kultserie konzentriert und trotzdem alle Tickets restlos ausverkaufen kann. Damals nämlich ist die “Timelash” in Kassel zunächst mit einer Crowdfunding-Kampagne gestartet, der Erfolg lag in den Sternen. Doch mittlerweile hat sich das Event fest am Kulturbahnhof am Kasseler Hbf etabliert und könnte sich problemlos vergrößern. Denn ein Blick in den Saal mit den zahlreichen Panels, macht deutlich: Die Timelash ist inzwischen so voll, dass die 500 Sitzplätze nicht einmal mehr für alle Besucher ausreichen. Was sicherlich auch daran liegt, dass die Panels allesamt hervorragend besucht waren – selbst jene, die sich eher mit Nebenrollen befasst haben.

Timelash 3

Dass die Stars angesichts komplett gefüllter Sitzreihen besonders gut gelaunt waren, dürfte wenig verwunderlich gewesen sein. Vor allem Kai Owen und Naoko Mori, die schon auf anderen Conventions bewiesen, dass sie für jeden Spaß zu haben sind und im Kontakt mit den Fans recht locker erscheinen, haben das auch liebendgerne gezeigt. Selbst acht Jahre nach ihrem gemeinsamen Auftritt in “Torchwood” verstehen sich die beiden nämlich noch bestens und lassen es sich nicht nehmen, die Bühne für einige richtig witze Momente zu verwenden. Etwa dann, wenn Kai Owen mit seinem Mund versucht, Süßigkeiten einzufangen, oder Naoko Mori mit einer Affenmaske auf der Bühne erscheint und von ihrem Kollegen scherzhafterweise mit John Barrowman angesprochen wird. Fest steht damit: Das Torchwood-Panel dürfte damit zu den absoluten Highlights des Wochenendes gehören.

Timelash 3

Richtig gefragt war aber natürlich auch die berühmte Hauptrolle aus “Doctor Who”. Mit Peter Davison konnte man immerhin den fünften Doktor höchstpersönlich auf die Convention holen, der Anfang der 80iger Jahre die Rolle in der klassischen Serie übernahm. Zwar im Vergleich zu den Torchwood-Stars ein wenig zurückhaltender und ruhiger, aber spätestens die extrem lange Schlange bei den Photoshoots machte ebenfalls deutlich, dass er keineswegs weniger beliebt war. Dasselbe dürfte derweil auch für Ian McNeice, Daphne Ashbrook und Annette Badland gegelten haben, die zwar eher in kleineren Nebenrollen zu sehen waren, aber unter eingefleischten “Whovians”, wie sich Doctor Who-Fans gerne nennen, recht gut in Erinnerung geblieben sind.

Timelash 3

Abschließend war die Timelash damit auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg, sodass einer Fortsetzung nichts im Wege steht. Die vierte Timelash wird daher am 27. und 28. Oktober 2018 erneut im Kulturbahnhof Kassel stattfinden, der sich direkt im Kassel Hbf befindet und auch von außerhalb perfekt erreichbar sein wird. Tickets dafür werden in Kürze unter timelash-event.de zur Verfügung stehen.


23
Okt

Fearcon: Horrorstars ohne Berührungsängste

Vampire, Zombies und indizierte Filme: Wer schon einmal auf einer der vielen Horrorfilm-Conventions war, weiß schon ungefähr, was ihn auf einer solchen Veranstaltung erwartet. Neu auf dem Markt ist nun auch die Fearcon, die vom 20. – 22. Oktober 2017 im Maritim Hotel Bonn stattfand und vom erfahrenen Veranstalter der Fedcon organisiert wurde. Nach Science-Fiction- und Fantasy-Conventions hat man sich dort nach vielen Jahren einmal in ein neues Gebiet gewagt und versucht im Horrorgenre mitzumischen. Und obwohl die Besucherzahlen insgesamt unter den Erwartungen liegen dürften, entpuppte sich auch die Fearcon als gelungene Con, die mit diversen Highlights in der Erinnerung der Fans bleiben dürfte.

Eines dieser Highlights dürfte sicherlich auch Joseph Morgan gewesen sein, den seine Fans vor allem aus der Vampirserie “The Originals” kennen und der vor allem beim weiblichen Publikum auf großen Anklang stieß, wie man schon dem Kreischen während der Opening Ceremony am Freitag Abend entnehmen konnte. Und obwohl die meisten Besucher vermutlich wegen diesem Star nach Bonn gekommen sind, könnte er womöglich auch der Grund dafür sein, dass es der Fearcon irgendwie nicht ganz gelang, die Horror-Fans richtig anzusprechen. Dass schließlich die Besucherzahlen unterhalb der Erwartungen liegen dürften, liegt einerseits daran, dass “The Originals”-Fans kaum an härteren Horrorfilmen interessiert sind und die abgehärteten Horrorfans wiederum kein Interesse an einer Teenie-Vampirserie haben. Ein Dilemma, das es bei einer eventuellen zukünftigen Fearcon zu lösen gilt.

Fearcon

Für jene Horror-Fans, die trotzdem gekommen sind, war das qualitativ aber längst kein Abbruch, denn im Maritim Hotel Bonn gab es noch mehr als genügend andere namhafte Stars aus bekannten Horrorfilmen, die eine Schlange vor ihrem Autogrammstand bilden konnten. Mit Alex Vincent etwa, hatten die Besucher einmal die Gelegenheit, dem jungen Andy aus dem Klassiker “Chucky – Die Mörderpuppe” zu begegnen und sich selbst ein Bild davon zu machen, wie der einstige Kinderstar wohl heute aussehen mag. Und mit Oded Fehr und Tony Todd fanden sich dann sogar Stars, die in aktuelleren Horrorstreifen mitspielten und sich einen Namen mit “Die Mumie” oder “Candyman” machen konnten. Dabei konnte man sie nicht nur während der Panels mit zahlreichen Fragen löchern, sondern auch für meist günstige rund 20 Euro ein Autogramm in den Autogrammstunden ergattern.

Eine Besonderheit bieten die Stars aber darüber hinaus wohl nur auf Conventions dieses Veranstalters: Die meisten Schauspieler haben es hier nämlich keineswegs nötig, in Begleitung eines Bodyguards über das Veranstaltungsgelände zu laufen. Dass man Alex Vincent oder Ari Lehmann alias Jason Voorhees desöfteren in den Gängen des Hotels antraf, um das ein oder andere nette Gespräch mit den Besuchern zu führen, war hier keine Seltenheit. Ganz zu schweigen von den abendlichen Partys an der Bar, auf denen sich ebenfalls immer wieder zahlreiche Stars blicken lassen. Hat man einmal Camden Toy aus “Buffy” den Makkarena tanzen sehen oder mit Michael Mundy aus “The Walking Dead” zum Weißbier angestoßen, vergisst man das garantiert nicht so schnell.

Fearcon

Gerade durch solche Highlights wird allerdings auch klar, wieso man auf die Conventions der Fedcon GmbH unbedingt mit Wochenendticket gehen sollte und sich am besten gleich ein Hotelzimmer besorgt. Um wirklich in die Atmosphäre einzutauchen und jede Besonderheit der Veranstaltung zu erleben, ist es absolut notwendig, die vollen drei Tage vor Ort zu sein. Immerhin hatte jeder Tag so einige Programmpunkte, die man auf Konkurrenzveranstaltungen eher nicht erlebt. Dass etwa Ari Lehmann mit seiner Band “First Jason” am Freitag Abend auf der Bühne steht und erstklassigen Metal spielt, könnte man glatt als Exklusivprogramm der Fearcon bezeichnen. Da haben es sich gar die FrightGuys, die als Kostümgruppe vor Ort waren, nicht nehmen lassen, verkleidet das Bühnenprogramm aufzuwerten. Und Ari Lehmann fand das offenbar so gut, dass er drei Stunden später immer noch auf der Party mit den Fans tanzte.

Das nächste exklusive Highlight folgte dann gleich am nächsten Tag, als Veranstalter Dirk Bartholomä echte Musicalartisten einer professionellen Künstleragentur auf die Bühne des großen Saals holte – und plötzlich so richtig unter Beweis stellen konnte, wie viel Wert die Fearcon auf erstklassige Technik legt. Hier standen mit ARTgerecht immerhin Darsteller auf der Bühne, die selbst im originalen “Tanz der Vampire”-Musical bereits mitgespielt haben und eine dementsprechend gelungene Show abliefern konnten. Die Soundqualität dabei derartig überwältigend, dass man sich doch glatt eine BluRay-Aufzeichnung mit DTS-Sound für Zuhause gewünscht hätte. Von den beeindruckenden, gruseligen Bodennebel-Effekten einmal ganz zu schweigen. Die von der Fearcon aufgefahrene Technik gehört – wie auch bei Fedcon und Magiccon – zur Referenz unter den Conventions.

Fearcon

Schade ist es dann lediglich, wenn der Fearcon gelegentliche Flüchtigkeitsfehler und Pannen passieren, die wahrlich nicht hätten sein müssen. So etwa falsche Zeitangaben bei einem Panel von DJ Qualls am Freitag Nachmittag, die für einige Verwirrung sorgen konnten und mitunter verursachten, dass wir seinen Auftritt verpassten. Ebenso sorgten diverse Ausladungen von Stargästen und gelegentliche Programmänderungen für ein wenig Enttäuschung bei so manchem Fan. Schaut man sich allerdings wiederum den ansonsten reibungslosen Ablauf des Programms und die fantastische Moderation von Clare Kramer aus “Buffy” an, die an allen drei Tagen als Mistress of Ceremony auf der Bühne stand, sind die kleineren Pannen allerdings auch schnell wieder verziehen.

Ausbaufähig bleibt am Ende dann aber wohl vor allem der Händlerbereich und eine konzeptionelle Anpassung an Tagesbesucher. Hat man einerseits am Samstag eine deutlich höhere Besucheranzahl feststellen können, als an den anderen beiden Tagen, so war die Fearcon zugleich auch nur bedingt auf Tagesbesucher ausgerichtet. Insbesondere Autogrammjäger, die lediglich Autogramme und Filme einkaufen wollten, waren angesichts der spärlichen Auswahl an indizierter Importware womöglich etwas zu schnell durch und reagieren mit Enttäuschung. Hier müsste sich die Fearcon noch deutlich stärker an den Interessen der Horrorfans orientieren, die mitunter von Fedcon- und Magiccon-Besuchern stark abweichen. Dennoch punktet die Fearcon selbst an dieser Stelle noch mit einer Besonderheit: Wer früh genug kam, der bekam sogar eine BluRay von Tiberius Film am Eingang gratis geschenkt – während man auf so mancher Filmbörse bereits Eintritt zahlen müsste, um überhaupt einkaufen zu dürfen.

Fearcon

Leider ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht bekannt, ob die Fearcon im nächsten Jahr in die zweite Runde geht und aus den kleineren Fehlern lernen wird. In der Closing Ceremony am Sonntag Nachmittag wurde nämlich – untypisch für die Conventions des Veranstalters – noch kein neuer Termin bekanntgegeben. Wer trotzdem einmal die besondere Atmosphäre dieser Cons erleben möchte, hat vom 23. – 25. März 2018 auf der Magiccon ebenfalls im Bonner Maritim Hotel die Gelegenheit dazu.

Weitere Fotos von der Fearcon findet ihr unter facebook.com/dvdmagazine.


14
Okt

Bochum: Schwarze Szene feiert Leaether Strip

Wer sich in NRW der schwarzen Szene zugehörig fühlt und Gothic mit all seinen elektronischen Spielarten liebt, der kommt um den Ruhrpott in der Regel nicht herum. Locations wie das Matrix in Bochum und auch der gleich daneben liegende Rockpalast sind häufig erster Anlaufpunkt für Fans des Industrial, EBM und Synthpop. So auch am gestrigen Freitag, dem 13. Oktober 2017, als die legendäre EBM-Band Leaether Strip extra aus Dänemark angereist ist, um ihre Fans einmal so richtig einzuheizen. Im Mainstream und bei Charts-Hörern sicherlich nicht gerade der populärste Musikact, schafft es die Band jedoch schon seit den späten 80iger Jahren die Genrefans zu begeistern und stets die kleineren Szenelocations gut zu füllen.

Leaether Strip: Rockpalast Bochum

So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass sich auch der Rockpalast Bochum, der kaum mehr als ein paar hundert Besucher fassen dürfte, im Verlauf des Abends gut füllte. Und obwohl doch ein Großteil des Publikums aus der Warteschlange vor dem Rockpalast zunächst eigentlich zum Metal-Konzert im Matrix wollte und die erste Vorband Root4 noch vor eher spärlichen Besucherzahlen spielen musste, entwickelte sich im Rockpalast schon bald ein gemütlicher Abend, bei dem es vor der Tanzfläche mitunter recht kuschelig werden konnte, wenn Leaether Strip gegen 21:30 erst einmal los gelegt hat – und die nächsten 90 Minuten so schnell nicht mehr aufhören sollte.

Eine Besonderheit gab es schließlich, die sich langjährige Fans nicht entgehen lassen wollten: An diesem Abend wurde Sänger Claus Larsen nämlich endlich wieder von seinem Bandkollegen und Ehemann Kurt begleitet, der es sich an den Keyboards gemütlich machte. Das ist allerdings mittlerweile eine echte Seltenheit geworden und längst keine Selbstverständlichkeit mehr, denn Kurt leidet unter einer Krankheit, die einen gemeinsamen Auftritt häufig verhindert. Dass er dementsprechend auch kaum mehr so heftig auf der Bühne herum hüpfen kann, wie Bandleader Claus Larsen versteht sich dementsprechend von selbst.

Leaether Strip: Rockpalast Bochum

Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch, denn Larsen ist durchaus auch in der Lage, allein für reichlich Stimmung zu sorgen. Spätestens, wenn er seinen Hit “Japanese Bodies” anstimmt, steht auf der Tanzfläche kein Bein mehr still und auch Larsen ist leicht in der Lage, das mit einer eigenen wilden Performance zu unterstützen. Von da an gab es auch kein zurück mehr, denn Leaether Strip steigerte ab jetzt nur noch fortschreitend das Tempo und sorgte mit immer flotteren und härteren Tracks für zunehmende Partystimmung. Da war es dann beinahe schon schade, dass die Band offenbar um 23 Uhr dann doch ihren Auftritt beenden musste. Das Publikum jedenfalls war längst nicht am Ende seiner Kräfte und hätte offenbar gern noch weiter getanzt, nachdem so mancher bereits seit 20 Uhr in der ersten Reihe vor der Bühne stand.

Das musste aber nicht zwangsläufig das Ende sein, denn während sich so mancher anschließend ebenfalls ins Matrix begab, um weiterhin die Nacht durch zu feiern, stand die Band auch nach dem Konzert noch für den ein oder anderen Plausch am Merchandising-Stand zur Verfügung. Da konnte man sich nicht nur Autogramme abholen, sondern stellte auch recht schnell fest, dass es sich bei Claus und Kurt von Leaether Strip um zwei eigentlich ruhige und umgängliche Gesellen handelt, die keinerlei Berührungsgängste gegenüber den Fans haben. Sicherheitspersonal braucht es da schließlich auch nicht, wenn sich die beiden einmal unter die Menge gemischt haben oder gar das ein oder andere Getränk zusammen mit den Fans genossen.

Leaether Strip: Rockpalast Bochum

Spätestens da wurde dann auch deutlich, wieso gerade solch kleine Locations wie der Rockpalast ihren Charme und auch Reiz haben. Statt einer Massenveranstaltung, bei der man kaum mit der Band in Kontakt treten kann, waren die Fans der schwarzen Szene hier mit den Bands unter sich und gingen keineswegs in der Menge unter. Dass der Rockpalast zudem auch noch so gestaltet wurde, dass sich eine Empore für all jene anbietet, die das Konzert lieber mit bestem Blick von oben bewundern möchten, bot sogar architektonisch – trotz der geringen Größe – gewisse Vorteile. Ganz zu schweigen von dem ansonsten hervorragenden Sound, der wohl so manches Großevent übertraf. Lediglich bei den Scheinwerfern bleibt dann wohl noch Luft nach oben.

Die nächsten Termine in Deutschland:
– 14.10.2017 Erfurt
– 15.10.2017 Hamburg
– 23.12.2017 Hannover
– 25.12.2017 Chemnitz


18
Sep

Scooter Forever: Zwischen Kirmestechno und fetzigen Gitarrenriffs.

Die 90er Jahre dürften die Bestzeiten der elektronischen Musik gewesen sein. In keinem Jahrzehnt gab es mehr Bands und Projekte der Dance, Trance und Technoszene. Die meisten der damaligen Szenestars sind heute verschwunden, manche sogar schon seit über zehn Jahren. Nur ganz wenige schaffen es da, gleich fünfundzwanzig Jahre lang nicht nur aktiv zu sein, sondern auch noch großen Erfolg dabei zu haben. Die Band „Scooter“ rund um H.P. Baxxter und seine mittlerweile mehrfach ausgetauschten Kollegen ist eine davon, die aktuell ihr 25-jähriges Bandjubiläum feiert und dabei durch das ganze Land tourt. Erst im Juli haben wir selbst von ihrem Auftritt im Sparkassenpark Mönchengladbach berichtet und nun steht auch schon das neueste Album in den Läden. Passend zum Jubiläum nennt sich das „Forever“ – als würde Scooter niemals aufhören wollen.

Scooter - Forever

So mancher Fan mag das wohl auch tatsächlich hoffen, selbst wenn viele doch die guten alten Zeiten, in denen noch Axel Coon und Jay Frog an Mr. Baxxters Seiten standen, musikalisch als die herausragendsten feiern. Seitdem hat Scooter – nun neben Baxxter mit Rick J. Jordon und Feris Bueller besetzt – ziemlich viel ausprobiert. Den ein oder anderen Song gecovert, sich ein wenig dem kommerziellen EDM angeglichen und sogar einmal das Genre des Jumpstyles ausprobiert. An Kreativität mangelte es also nicht, obwohl man Scooter ja allzu gerne unterstellt, keine besonders intellektuellen Texte zu schreiben. Ähnlich geht es deshalb auch in „Forever“ zu, wenn sich doch bei so manchem Song eine überraschende Abwechslung bietet – und sich vor allem H.P. Baxxter dann doch selbst treu bleibt und mit seiner gewohnten Stimme in die Songs rappt.

Spätestens beim vierten Song des Albums mag man sich dann aber wohl fragen, was es wohl für Scooter bedeuten dürfte, dass ausgerechnet einer der besten Songs auf dem neuen Album, gar nicht von Scooter selbst stammt. In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Künstler Jebroer versucht sich die Band da schließlich an einer englischen Version von „My Gabber“ (im Original: Me Gabber). Und dabei stellen wir schnell fest, dass sich musikalisch bis auf eine Übersetzung aus dem holländischen ins englische nicht viel verändert hat – und das, obwohl im holländischen Original noch kein Scooter mit von der Partie war. Trotzdem: Der ein wenig an Jumpstyle und Gabber orientierte Track entpuppt sich schon bald als Ohrwurm – und vielleicht als einziger Song, dessen Text uns noch nach ein paar Tagen im Gedächtnis bleibt.

Erstaunlich anspruchsvoll wird es auch danach, wenn Scooter zusammen mit weiblicher Unterstützung den Song „Wall of China“ anstimmt. Dann gibt es nämlich richtig wohlklingenden weiblichen Gesang, der uns ein wenig an Daisy Dee erinnert, die damals die „Club Rotation“ auf Viva moderiert hat. Und auch musikalisch erinnert uns der Song schnell an die guten alten 90er Jahre-Zeiten, wenn klassische Hands-up-Beats mit flottem Jumpstyle kombiniert werden. Schnell wünscht man sich dabei auch die guten alten Zeiten des Vocal-Trance zurück, als Bands wie Starsplash und Co. noch die Clubs rockten. Manchmal zeigt Scooter eben doch, dass sie es auch heute noch drauf haben, wie vor zwanzig Jahren. Das Problem nur: Die Stimme von H.P. Baxxter bräuchte es zwischen diesem Gesang wahrlich nicht.

Scooter - Forever

Foto: Robert Grischek

Weniger einprägsam wird es hingegen in vielen der anderen Songs, auch wenn der ein oder andere davon bereits kommerziell erfolgreich ist. So kann man „Bora! Bora! Bora!“ wohl längst zu all jenen Songs zählen, die auf keinem Konzert fehlen dürfen und auf einschlägigen Kanälen hoch und runtergespielt werden, doch über den Anspruch und die Qualität des Songs dürften sich selbst eingefleischte Fans noch immer streiten. Ganz zu schweigen von vielen anderen Songs, die wir uns beim Schreiben der Review gleich noch einmal anhören mussten, weil sie sich schlicht nicht einprägen wollten. So klingt der namensgebende Titel „Scooter Forever“ schließlich doch genauso, wie etwa zwanzig andere Songs, die Scooter in den vergangenen Jahren veröffentlicht haben. Wäre da nicht die hochgepitchte Mädchenstimme, könnten wir den Song vermutlich überhaupt nicht von früheren Tracks wie „Bigroom Blitz“ oder „Jump all over the world“ unterscheiden. Blöd dann, wenn sich das auch bei so manch anderem Song einfach nicht ändern wird.

Mit einer Ausnahme: „The Roof“ entpuppt sich dann als so schräg, dass der Song schon wieder gut ist. Man kann sich beim etwas gewöhnungsbedürftigen Refrain zunächst nicht recht entscheiden, ob es sich dabei um eine Kirmesmelodie handeln soll oder ob Scooter womöglich gar bei irgendeinem volksmusikalischen Lied gecovert hat. Und doch handelt es sich irgendwie um typischen Scooter-Sound, den man von der Band auch erwartet. Weniger überzeugen kann dann allerdings „When I’m ravin“, wo man schnell auf eine ähnliche, nur anders gepitchte Stimme trifft. Ob das den Fan der ersten Stunde letztendlich aus den Socken haut, darüber darf man sich sicher streiten.

Und dabei gibt es doch tatsächlich sogar einen echten Top-Hit auf dem Album, der gut und gerne das Zeug hat, auch in zehn Jahren noch in Erinnerung zu bleiben. Mit „Wild & Wicked“ möchte Scooter nämlich nach vielen Jahren endlich einmal wieder unter Beweis stellen, dass sie auch richtig fetzige Gitarrenriffs drauf haben. Dieser Track nämlich rockt wie zuletzt „Fire“ aus dem Jahre 1997. Da bekommt das Jubiläumsalbum dann doch tatsächlich nochmal einen würdigen Song spendiert, der ihren damaligen Leistungen gerecht wird. Und auf einmal wird einem sogar klar, wieso H.P. Baxxter auch mit seiner Stimme, die ja nicht unbedingt für große Gesangskünste bekannt ist, überraschend harmonisch klingende Songs machen kann. Man fragt sich: Warum eigentlich nicht mehr davon?

Kurz danach kommt nämlich auch schon eine weitere Enttäuschung und ein Stich ins Herz für so manchen Trance-Fan der 90iger Jahre. Denn ausgerechnet das herausragende „The Darkside“ von Hypetraxx aus dem Jahre 1999 neu aufzulegen, dürfte für eingefleischte Fans der ersten Stunde ein echter Fauxpas sein. Kenner dürfen sich an dieser Stelle gerne einmal vorstellen, wie die düstere und kräftige Stimme von Hypetraxx durch den rappenden H.P. Baxxter ersetzt wurde und dabei geradezu peinlich dünn klingt. Düstere Atmosphäre kommt bei dieser Version von „The Darkside“ jedenfalls so schnell keine auf, denn man merkt schnell: Dieser Track ist für Baxxter eine Nummer zu groß.

Scooter - Forever

Dass das aber nicht unbedingt der Tiefpunkt des Albums gewesen sein muss, darf man dann mit dem letzten Song rausfinden. Was H.P. Baxxter geritten haben muss, ausgerechnet „Always look on the bright side of life“ nachsingen zu wollen, wird vermutlich wohl nur er selbst wissen. Ich fürchte, man muss wohl auch nicht genauer erläutern, wie geradezu peinlich dieser Song dann aus seinem Mund klingt. Ein Glück, kann man das auch schnell wieder abschalten und sich im Anschluss die zehn neu aufgelegten Rave Classics anhören, bei denen Baxxter generell ein wenig öfter die Klappe hält. Manche davon klingen dann sogar recht gut.

Fazit:
Obwohl das neueste Album von Scooter überwiegend ein wenig generisch klingt und so mancher Coversong ein echter Fauxpas darstellt, hat „Forever“ immerhin einzelne wenige Highlights zu bieten, die enorm positiv herausstechen. Sei es das fetzig-rockige „Wild and Wicked“, der Ohrwurm „My Gabber“ mit Jebroer oder die süße Frauenstimme in „Wall of China“. An die Qualität früherer Zeiten kommt Scooter in der Gesamtbewertung des Albums aber nicht heran.


16
Sep

DAZN: Das Netflix des Nischensports (Test)

Video-on-Demand ist mittlerweile ein immer wichtigeres Thema vor allem im Film- und Serienbereich. Zahlreiche Serienfans greifen heute nicht mehr zum klassischen Datenträger, sondern streamen ihre Lieblingsserien einfach bequem über das Internet auf den heimischen Fernseher. Der große Durchbruch für Betreiber wie Netflix oder Amazon Video kam vor allem durch überzeugende Eigenproduktionen zustande, wie etwa den erfolgreichen Marvel-Serien. Inzwischen spielt Streaming allerdings nicht mehr nur für Serien eine wichtige Rolle, denn auch im Sport versuchen erste Anbieter damit ihren Durchbruch. Einer davon wäre auch DAZN, der sich bisher vor allem mit Nischensportarten einen Namen gemacht hat und mit Live-Übertragungen verschiedenster Veranstaltungen punkten kann.

Das kann dann für so ziemlich jeden interessant werden, der all jene Sportarten und Spiele sehen möchte, die vom üblichen öffentlich-rechtlichen oder privaten Fernsehen kaum bis gar nicht berücksichtigt werden. Denn während etwa die deutsche Bundesliga auf DAZN eher nicht zu finden ist, kommen hier unter anderem die Fans ausländischer Ligen voll und ganz auf ihre Kosten. Italiener dürfen sich somit beispielsweise über die italienische Seria A freuen, die vollständig live übertragen wird und auch die spanischen und französischen Fußballligen spielen durchaus eine wichtige Rolle beim Programm von DAZN. Deutsche Fans dürfen sich dann ab 2018 sogar immerhin auf die Übertragung der Champions League freuen, für die DAZN ebenfalls die Rechte ergattert hat. Man kann also sagen: Dieser Anbieter ist definitiv auf dem aufsteigenden Ast und wird schon bald sicherlich eine größere Rolle auf dem Video-on-Demand-Markt spielen.

DAZN im Test

Der eigentliche Reiz von DAZN liegt aber nicht unbedingt in der Übertragung von Fußball, sondern vor allem in kleineren Nischensportarten, für die es normalerweise eher ein kleineres Publikum gibt. Etwa die Darts-Turniere der Professional Darts Corporation, die in weit größerem Umfang übertragen werden als etwa auf Sport 1 – darunter selbst die Premier League und die Champions League in Groß-Britannien. Oder aber das Darts World Matchplay, bei dem auch kein einziges Spiel auf DAZN fehlen durfte. Den eingefleischten Fans wird nun allerdings bei so mancher Sportart auffallen, dass die Übertragungen doch deutlich vom deutschen Fernsehen abweichen. Etwa dadurch, dass hin und wieder auch einfach Original-Bild und -Ton der britischen Sender BBC oder Sky Sports UK übertragen wird. Nicht bei allen Übertragungen darf man sich also auf deutsche Kommentatoren verlassen und speziell bei Nischensportarten wie dem Dart fällt das natürlich auf, selbst wenn man hin und wieder eine bekannte Größe wie Elmar Paulke hat engagieren können.

Kann man sich damit anfreunden, hin und wieder mit dem englischen Originalton leben zu müssen oder mag diesen sogar lieber, wird DAZN aber auch für andere Sportarten interessant. Mit der NBA, NFL, NHL und Golf kommen schließlich auch die Fans des amerikanischen Sports auf ihre Kosten. Und selbst Motorsport darf nicht fehlen, wenn etwa die ADAC GT Masters oder die Formel 4 vollständig übertragen wird. Ist dann aber glücklicherweise doch mal eine deutsche Kommentation vorhanden, muss man aber auch hier mit Abstrichen leben: Zwischen den englischen Originalkommentaren und den deutschen Kommentatoren wechseln kann man nämlich nicht. Anders als etwa Netflix bei ihren Serien und Filmen überträgt DAZN also nicht zweisprachig, sondern entweder deutsch oder englisch. Da darf man an dieser Stelle wohl nur hoffen, dass die italienische oder spanische Fußball-Liga nie im entsprechenden Original übertragen wird, da dies andernfalls wohl zahlreiche Zuschauer mangels Sprachkenntnisse ausschließen dürfte. Generell würde sich DAZN sicherlich einen Gefallen damit tun, für den deutschen Markt grundsätzlich für alle Übertragungen auch deutsche Kommentare anzubieten. Das schließlich wird der durchschnittliche deutsche Kunde vermutlich auch erwarten.

DAZN im Test

Wirft man nun einen etwas tieferen Blick in das Angebot und betrachtet auch die technischen Aspekte, sieht es für DAZN mitunter durchaus ein wenig schlechter aus als etwa bei der Serienkonkurrenz Netflix und Amazon Video. Bei unserem Test stellten wir fest, dass DAZN für gleiche HD-Bildqualität um einiges mehr Bandbreite benötigt, um tatsächlich flüssig zu laufen. Reichen für Netflix in HD häufig schon 5 bis 6 Mbit/s im Download aus, sollte man bei DAZN den ein oder anderen Megabit an Bandbreite drauf rechnen, um hier eine störungsfreie Übertragung zu gewährleisten. Problematisch auch, dass der Anbieter mit seinem Codec bisher nicht so gut in der Lage ist, die Qualität eigenständig zu regulieren. Reicht die Bandbreite also einmal nicht aus, kommt es zu Bildhängern oder der Stream muss nachgeladen werden, anstatt sich einfach die Auflösung oder Bitrate verringert. Das allerdings ist vor allem für Liveübertragungen von Sportveranstaltungen ziemlich ungünstig, kommt es hier doch eher auf die Aktualität und eine flüssige Wiedergabe als auf optimale Bildqualität an.

Weitere technische Schwächen stellen wir dann auch noch fest, wenn wir uns die Funktionalität der App einmal anschauen. Obwohl der Stream auf dem Smartphone oder dem Tablet zunächst problemlos läuft, könnte vor allem bei Chromecast-Nutzern und anderen Miracast-Anwendern auch schnell Frust aufkommen. Aus irgendeinem Grund verfügt die Android-App nämlich noch über einige schwerwiegende Bugs, die eine Verbindung zu Chromecast gelegentlich unmöglich macht. Erst nach einem Neustart des Geräts lässt sich der Fehler manches Mal beheben. Auch das deutet aktuell noch nicht auf einen optimalen technischen Zustand hin, obwohl zumindest regelmäßige Updates und Patches den Eindruck machen, der Anbieter arbeite weiterhin an der Fehlerbehebung. Grundsätzlich gilt aber: Zum jetzigen Zeitpunkt funktioniert der Stream doch vor allem im Browser auf dem heimischen Computer am besten – wenngleich man sicherlich über die Autowiedergabe im Hauptmenü streiten kann, wenn man über eine eingeschränkte Bandbreite verfügt.

DAZN im Test

Fazit:
Obwohl technisch noch nicht vollkommen ausgereift und im direkten Vergleich zu Netflix & Co mit einem schlechteren Codec arbeitend, kann sich DAZN vor allem für Fans des Nischensports lohnen. Für die Zukunft sehen wir hier großes Potential und rechnen mit einer starken Bedeutung des Anbieters auf dem deutschen Markt.

Was und wo:
DAZN ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Kanada und Japan verfügbar. Die Kosten liegen aktuell bei 9,99 Euro im Monat und das Abo gewährt einen Vollzugang zu allen Live-Übertragungen und Aufzeichnungen früherer Übertragungen. Wie bei den meisten VOD-Anbietern ist der erste Monat kostenlos und kann jederzeit gekündigt werden. Die maximale Auflösung liegt aktuell bei Full HD (1080p) und ist ohne Aufpreis enthalten. Angesehen werden kann DAZN via Browser auf dem heimischen PC, über Mobile App, Smart TV-Apps, Spielekonsolen und Chromecast / FireTV Sticks.


07
Aug

MPS Köln: Mittelalterfans rocken den See

Seit nunmehr über 20 Jahren ist das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, von Fans liebevoll kurz “MPS” genannt, eine etablierte Instanz innerhalb der Mittelalterszene. Von Jahr zu Jahr tourt der Veranstalter Gisbert Hiller mit seinem Festival durchs ganze Land und hat an zahlreichen Wochenenden ein hervorragendes Musikangebot auf riesigen Wiesen und auf drei Bühnen zu bieten. Mit einer Mischung aus Musikfestival und klassischem Mittelalterfest kann das Event seit je her die verschiedensten Besucher zufrieden stellen – vom hübsch Gewandeten im hochwertig genähter mittelalterlicher Kleidung, über den typischen Rock- und Metalhead mit seinen langen Haaren bis zum Genießer, der sich an der enormen Auswahl an Cider, schottischem Ale oder Rum aus 15 verschiedenen Ländern erfreut.

Am 5. und 6. August 2017 war es nun auch in diesem Jahr wieder soweit und das MPS kam erneut an den großen Fühlinger See in Köln. Auf den drei Bühnen gehörten dann natürlich auch namhafte Bands dazu, denn sogar Chartsgrößen wie Saltatio Mortis, die mit ihrem Album “Zirkus Zeitgeist” erst vor zwei Jahren einen Nummer 1-Hit landeten, kamen kurz nach ihrem Wacken-Auftritt nach Köln und zählen mittlerweile zu den Stammgästen der Festivalreihe. Bei fast keinem einzigen der vielen deutschlandweiten MPS-Termine haben sie bisher gefehlt, sondern heizen die Fans stattdessen sogar gleich mehrmals ein. Nicht selten sind drei oder vier einstündige Auftritte an einem Tag auf der großen MPS-Bühne für die Band selbstverständlich – in diesem Jahr gaben sie sich immerhin zwei Mal die Ehre.

MPS Köln 2017

Doch auch andere berühmte Bands aus der Szene durften natürlich nicht fehlen. Ein etwas seltenerer Gast ist etwa die beliebte Pagan-Folk-Band “Faun” aus Gräfeling bei München, die immerhin mit ihren Alben bereits mehrmals die Top 10 eroberten. Dementsprechend voll wurde es auch bei ihrem Bühnenauftritt, bei dem sich die Fans schnell von den beeindruckenden Stimmen der beiden Sängerinnen überzeugen können. Bei Folk blieb es schließlich auch danach, denn “Fiddler’s Green” drückten musikalisch ordentlich aufs Gaspedal. Mit ihrem genialen Speedfolk-Sound geht es auf der Bühne mitunter etwas flotter ab, als bei den teils melodischen Balladen ihrer Vorband. Zur Freude der Fans orientierten sie ihre Setlist derweil etwas an der aktuellen Devil’s Dozen-Tour und spielten auf der Festivalbühne des MPS ebenso schnelle, mitreißende Songs, wie zuletzt bei ihrem Konzert im Dezember in der Live Music Hall.

MPS Köln 2017

Etwas abseits der großen Bühnen kamen allerdings auch die Freunde der gepflegten Unplugged-Musik auf ihre Kosten. Denn wenn Faun und Fiddler’s Green gerade einmal nicht auf der Bühne standen, begeisterten gleich daneben “Cultus Ferox” die vielen Besucher des MPS Köln und spielten mittelalterliche Musik ganz ohne Mikrofon und Lautsprecher. Stattdessen gehören Live-Dudelsäcke und reichlich Trommeln zum selbstverständlichen Instrumenteaufgebot. Angst vor möglichem Playback-Gesang musste hier also definitiv niemand haben, denn unplugged ist mogeln wohl kaum möglich. Ähnlich spannend ging es allerdings auch zwischen den Saltatio Mortis- und Versengold-Konzerten zu, denn auch neben der MPS-Bühne durfte Unplugged-Sound nicht fehlen. Hier überzeugten nämlich “Weltenkrieger” ebenfalls mit ihren Künsten.

MPS Köln 2017

Neben all der vielen Musik darf natürlich auch das übliche Mittelalterprogramm nicht fehlen. So kamen Freunde des etwas derberen Humors etwa auf ihre Kosten, wenn Bruder Rectus zur Gewandungsprämierung (eine Art Cosplay Contest für Mittelalterkleider) einlud und die drei besten Kostüme und Gewandungen aussuchte, dabei allerdings auch den ein oder anderen Spruch unterhalb der Gürtellinie zu bieten hatte. Und rundherum gab es mittelalterliche kulinarische Spezialitäten, die den Gaumen stets erfreuten: Vom gewöhnlichen Stockbrot oder Baumstriezel, über erstklassige Spätzle und obligatorische Hanffladen, bis hin zum selbstgemachten Honig und klassischem Flammlachs. Hier kam also der Mittelalterfan jeden Geschmacks auf seine Kosten.


10
Jul

Scooter: Always Hardcore in Mönchengladbach

Mehr als zwei Stunden mussten die Fans nach dem Einlass auf ihre Lieblingsband warten, doch dann passierte es schlagartig mit einem Knall: Kurz nach 20:30 traten H.P. Baxxter und seine Kollegen von der Band “Scooter” auf die Bühne des Sparkassenpark Mönchengladbach und legten gleich mit Vollgas los. Pyrotechnik und Flammenwerfer gehören schließlich obligatorisch zum Programm dazu, wenn die mittlerweile 25 Jahre alte Techno-Band ihre Neuheiten und Klassiker zum Besten gibt. Das war übrigens auch der Anlass für das Konzert am Samstag-Abend, denn Scooter feiern ihr 25-jähriges Bandjubiläum – und touren dafür das ganze Jahr über durch ganz Deutschland. Mit im Gepäck sind natürlich auch die Klassiker “Hyper Hyper” oder “How much is the fish”, die die Band liebendgern auf der Bühne performt hat.

Scooter: Live in Mönchengladbach

Den meisten Besuchern fiel es dabei auch sehr leicht, die meist recht einfachen Texte von Scooter mitzusingen. Vor allem der Song “Maria (I like it loud)” aus dem Jahre 2003, der im Original eigentlich von Marc Acardipane stammt und “One (Always Hardcore)” hatte es den Fans angetan, die auf der Fahrt zum Sparkassenpark mitunter noch Schlagerlieder in den Bussen sangen, vor Ort dann aber lautstark die Hymnen der Band anstimmten. Dass es zwischen Schlager- und Scooterfans offenbar so große Überschneidungen gibt, mag angesichts der Technomusik im 90iger Jahre Stil zunächst verwundern, wird aber spätestens durch H.P. Baxxters Präsenz bei DSDS und dem gemischten Alter des Publikums ersichtlich. Denn von Jugendlichen bis hin zu Fans über 50 Jahren war hier jede Generation vertreten.

Vor allem das männliche Publikum dürfte dann allerdings ihre Freude an der Bühnenperformance gehabt haben. Denn Scooter steht schließlich nicht nur mit ihren drei Bandmitgliedern auf der Bühne, sondern liefern zugleich auch eine recht beeindruckende Performance. Dazu gehörten nämlich auch sechs Tänzerinnen und Tänzer – davon zwei weibliche zeitweise recht leicht bekleidet. Das Bühnenkostüm noch ein wenig knapper und Scooter hätte womöglich eine Alterskontrolle am Einlass einführen müssen. So allerdings kennen wir H.P. Baxxter, der sich gerne als “alter Schwerenöter” zwischen jungen hübschen Mädchen präsentiert, die immerhin auch schon in seinen Musikvideos häufig dazu gehörten. Dass manche davon dann aber auch noch perfekt Jumpstyle tanzen konnten, brachte dann doch die meisten Fans ins Staunen.

Scooter: Live in Mönchengladbach

Ebenso schlagartig, wie das Konzert begonnen hatte, war es dann aber auch um 22 Uhr schon wieder vorbei. Komplett ohne Zugabe verdrückte sich Scooter kurzerhand von der Bühne, nachdem sich H.P. Baxxter bei seinen Kollegen bedankt hatte. Schuld sind vermutlich Anwohner, die eine Senkung des Lärmpegels um diese Uhrzeit bewirkt haben. Enttäuschung stand manchem Fan deshalb ins Gesicht geschrieben, hätten sie eine Zugabe offenbar für selbstverständlich gehalten. Und der ein oder andere machte auch uns gegenüber seinen Unmut darüber deutlich oder posteten Beschwerden über die mangelnden Zugaben auf Facebook.

Nichts desto trotz hat H.P. Baxxter am vergangenen Samstag bewiesen, dass er auch mit 53 Jahren noch topfit ist und es problemlos aushält, über eine Stunde wild auf der Bühne herumzutoben. Und fest steht: Eine geile Show kann er auf jeden Fall. Die Kombination aus Flammenwerfern, leicht bekleideten Tänzerinnen und sogar Pyrotechnik aus der Spitze seiner E-Gitarre zu hämmernden Techno-Beats ging schlussendlich nämlich sehr gut auf.


07
Jul

Weekends der Verwirrung

Auf dem deutschen Markt sprießen die Conventions ja bekanntlich wie Pilze aus dem Boden. In dieser Menge an verschiedenen Events gibt es aber auch solche Fälle, die schon seit Jahren für Verwirrung sorgen. Dazu zählen unter anderem auch die Horror-Conventions von Thomas Hartz, die bisher unter dem Namen “Weekend of Hell” firmierten. Das allerdings dürfte sich nun endgültig geändert haben, denn dem aufmerksamen Con-Gänger wird bereits aufgefallen sein: Mittlerweile gibt es gleich mehrere Veranstaltungen unter einem ähnlichen Namen, die sogar fast das identische Logo verwenden. Doch was ist passiert? Die Geschichte geht insgesamt eigentlich schon mehrere Jahre zurück, hängt aber nun vor allem mit einem besonderen Ereignis zusammen:

Weekend of Hell

Privatinsolvenz Thomas Hartz
Das Weekend of Hell wurde in den vergangenen Jahren nämlich vom ursprünglichen Gründer Thomas Hartz fortgeführt. Der allerdings ist seit einigen Monaten von einer Privatinsolvenz betroffen, wie sein ehemaliger Geschäftspartner und nun neuer Veranstalter des Weekend of Hell in einer Stellungnahme auf Facebook bekannt gab (Link). Glaubwürdig ist das auch deshalb, weil die Insolvenzbekanntmachung bis vor kurzem tatsächlich im Netz abrufbar war, demnach also belegt ist. Zu dieser Insolvenz gehört allerdings offenbar auch ein Verlust der Namensrechte am Weekend of Hell, sodass Markus Borchert – der ebenfalls Veranstalter der German Comic Con in Dortmund, Berlin, Frankfurt und München ist – nun dieses Event unter diesem Namen fortführen darf und dies vom 4. und 5. November 2017 in Dortmund tun wird.

Weekend in Hell

Veranstalter macht trotzdem weiter
Die große Verwirrung dürfte nun aber deshalb aufkommen, weil der ehemalige Veranstalter Thomas Hartz eben nicht einfach aufgeben möchte. Nachdem er nun den Namen offenbar nicht weiter nutzen darf, findet seine Veranstaltung nun dennoch – eine Woche später – wie geplant in der Turbinenhalle Oberhausen statt. Dieses wird allerdings nicht mehr Weekend of Hell heißen, sondern fortan “Weekend IN Hell”. Richtig gelesen: Es wird in diesem Jahr nach aktuellem Stand sowohl ein Weekend of Hell, als auch ein Weekend in Hell geben. Und das zu allem Überfluss allerdings auch noch mit einem fast identischen Logo, damit Kunden möglichst noch weniger durchblicken, welche Veranstaltung nun stattfinden soll. Fakt ist aber: Es handelt sich bei beiden Events um zwei unterschiedliche Veranstaltungen von völlig verschiedenen Veranstaltern. Lediglich der minimale Namensunterschied macht darauf aufmerksam. Dass Herr Hartz allerdings den Namen seines Events änderte, statt wegen Markenrechtsverletzung vor Gericht zu gehen, spricht ebenfalls dafür, dass die Fortführung des Weekend of Hell unter Herrn Borchert rechtmäßig ist.

Weekend of Horrors

Dann gibt es da noch das dritte Event…
Damit die Verwirrung allerdings erst so richtig perfekt wird, kommt nun auch noch ein drittes Event hinzu: Das Weekend of Horrors wird nämlich vom 27. bis 29. Oktober 2017 stattfinden. Warum wir das extra erwähnen? Con-Gänger, die in den vergangenen Jahren ein wenig aufgepasst haben, wissen nämlich, dass Thomas Hartz auch an diesem Event einmal beteiligt war. Das Weekend of Hell fand nämlich einst vor einigen Jahren noch unter dem Namen Weekend of Horrors statt – bis sich Thomas Hartz von seiner damaligen Lebensgefährtin trennte und auch hier den Namen nicht mehr weiterverwenden durfte (wir berichteten). Dieses wird mittlerweile allerdings von einem Henning Weber veranstaltet. Dessen Beziehungen zur ehemaligen Lebensgefährtin von Thomas Hartz sind uns allerdings bisher nicht bekannt.

Das eigentlich Lustige an der Geschichte dürfte nun aber sein: Es wird also an drei Wochenenden hintereinander konkurrierende Horror-Conventions geben, an denen Thomas Hartz einst beteiligt war oder immer noch ist. Mit anderen Worten: Hier hat sich ein Veranstalter über viele Jahre hinweg selbst Konkurrenz geschaffen, die er auf Grund privater und geschäftlicher Probleme nicht mehr selbst betreiben darf – und geht trotz dieser Hindernisse mit einem weiteren neuen Event an den Start, um weiter mitzumischen. Diesen Lebenslauf kann man sich wahrlich nicht ausdenken.


06
Jul

Comic Con Germany: John Barrowman rockt Stuttgart

Fast eine Woche ist es schon her, dass die Comic Con Germany in der Messe Stuttgart in ihre zweite Runde ging. Mit einer komplett umgestalteten Halle 3 durften sich die Besucher am vergangenen Wochenende auf wesentlich mehr Stände und mehr Platz bei den Autogrammstunden freuen, nachdem Halle 1 nun endlich komplett für Aussteller, Händler und Cosplayer zur Verfügung stand. Erneut schafft es das Großevent damit auf ganze 50.000 Besucher und konnte die Besucherzahlen des Vorjahres damit problemlos halten. Das allerdings hatte man sicherlich auch den zahlreichen Stars zu verdanken, die für richtiges Entertainment auf der (in diesem Jahr etwas kleineren) Bühne der Halle 3 sorgten.

Comic Con Germany: John Barrowman

Das wohl größte Highlight für viele Fans dürfte dabei der legendäre britisch-amerikanische Star John Barrowman gewesen sein, den die meisten Fans bereits aus der Kultserie “Doctor Who” und “Torchwood” kennen. Nachdem er seit einigen Jahren auch als Malcolm Merlyn den grünen Bogenschützen in “Arrow” auf Trab hält, schien er ein perfekter Gast für die Comic Con gewesen zu sein. Der war am Wochenende auch sichtlich gut gelaunt, hatte er doch gleich mehrere Gründe sich zu freuen: Als bekennender homosexueller Schauspieler hob sich seine Laune schließlich schnell, als er vom Beschluss der Homo-Ehe in unserer Bundesregierung erfuhr. Und da nahm er sich auch gleich alle Freiheiten, auf der Bühne einen kleinen Striptease hinzulegen, als er im Tardis-Kleid und Stöckelschuhen auf die Bühne trat, bis er schon bald in Boxershorts vor zehntausenden Fans stand.

Berührungsängste hatten die Stars – auch hier allen voran John Barrowman – natürlich nahezu keine. Bei Barrowman wurde es am Samstag gar kurzerhand zum neuen “Trend”, ihn an seinen Hintern fassen zu dürfen. Dass die Fans danach nicht mehr genug davon bekamen, war dann praktisch von vornherein klar. Aber auch andere Stars, wie etwa die beiden Helden der klassischen “Kampfstern Galactica”-Serie Herbert Jefferson jr und Dirk Benedict ließen es sich nicht nehmen, sich mit Fans zu unterhalten oder bei den Autogrammstunden etwas mehr ins Detail zu gehen. Selbst wenn die Wartezeiten da mal ein wenig länger wurden: Solche Autogramme in wahrer Schönschrift samt Widmung bekommt man sicherlich auch nicht alle Tage. Zahlreiche glückliche Gesichter waren die Folge.

Comic Con Germany: Kevin Sorbo

Etwas ruhiger ging es dann zwar unter anderem bei Kevin Sorbo zu, der aus den einstigen Kultserien “Hercules” und “Andromeda” noch den meisten Fans bekannt sein dürfte, aber auch er konnte auf der Bühne schnell Sympathien wecken. Auf einen Auftritt in Boxershorts hat er dann zwar verzichtet, doch mit seiner zurückhaltenden und fast schon schüchtern wirkenden Art, machte er einen recht natürlichen Eindruck und präsentierte doch eher den Kumpeltyp von nebenan, der doch erstaunlich auf dem Boden der Tatsachen geblieben scheint. Und das, obwohl so mancher Fan im Vorfeld noch Kritik an seinen Ansichten geäußert haben mag. Damit ist aber auch klar: Vor allem Science-Fiction-Fans kamen bei diesem Starangebot voll auf ihre Kosten.

Noch etwas mehr weibliche Fans könnte dann wohl Ricky Whittle gehabt haben, den viele Besucher aus der beliebten Serie “The 100″ kennen. Spätestens beim Photoshooting stellte sich dann auch heraus, dass er wirklich für jeden Unsinn zu haben ist und auch die verrückteste Pose noch mitmachen würde. Nicht einmal gegenüber den etwas mehr schwärmenden weiblichen Fans hatte er da Berührungsängste und zeigte damit auch in diesem Jahr: Auf der Comic Con Germany brauchen Stars keine Bodyguards, um sich in der Menschenmenge sicher zu fühlen. Dass man hier den ein oder anderen Star einfach durchs Publikum laufen sieht, ist – ähnlich wie auf der Fedcon – tatsächlich keine Seltenheit. Gerade das macht für viele Besucher allerdings auch die Qualität der Veranstaltung aus.

Comic Con Germany

Kam man derweil übrigens nicht nur für die Stars, gab es nebenbei auch noch viele andere interessante Programmpunkte. 20th Century Fox zeigte in einer exklusiven Pressevorführung abseits der regulären Hallen sogar erstmals die Schwarz-Weiß-Fassung von “Logan” in einer Deutschlandpremiere und auch normale Besucher hatten die Möglichkeit, Bändchen dafür am regulären Stand abzuholen. Und auf der Hauptbühne wartete später dann die erste Folge aus der neuen Amazon Prime Comicserie “The Tick”, die in Kürze für alle starten sollte. War man darüber hinaus noch an aktuellen Kinostarts interessiert, konnte man beim Panel zu “Valerian” seine Fragen loswerden und die Macher höchstpersönlich treffen. Damit ist es der Comic Con Germany in diesem Jahr auch endlich gelungen, die Filmverleiher und VOD-Anbieter mit ins Boot zu holen und einen guten Übergang zu aktuellen Highlights zu bieten.

Umso mehr Vielfalt bot sich dann außerdem in Halle 1, wo die Besucher etwa originalgetreu nachgebaute Fahrzeuge wie KITT oder das Batmobil bestaunen konnten und nebenbei die Möglichkeit hatten, talentierte Cosplayer im Cosplay Village zu treffen oder sich von den zahlreichen Zeichner ein persönliches Motiv zeichnen zu lassen. Denn die gehören schließlich auch auf eine solch namensgebende Veranstaltung: Die berühmten Comic-Zeichner, die nicht nur ihre neuesten Werke vor Ort verkauften und signierten, sondern dem ein oder anderen Fan sogar ein Unikat in sein Buch malten. Und da waren auch genug richtig bekannte Zeichner mit dabei, denn selbst die beiden Macher von “Nichtlustig” durften auf der Comic Con Germany nicht fehlen. So kam letztendlich jeder auf seine Kosten.

Für alle, die die diesjährige Comic Con verpasst haben oder so begeistert waren, dass sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sein möchten, gibt es unterdessen auch positive Neuigkeiten, denn: Ein Termin für die nächste Comic Con Germany steht bereits. Die wird nämlich wieder vom 30. Juni bis 1. Juli 2018 in der Messe Stuttgart stattfinden. Damit ihr allerdings nochmal in Erinnerungen schwelgen könnt, haben wir euch ein umfangreiches Fotoalbum auf unserer Facebook-Seite zur Verfügung gestellt.


11
Jun

Bottrop: Marina Sirtis kommt in den Movie Park

Nach mehreren Jahren Bauzeit ist es nun endlich soweit: Der Movie Park in Bottrop eröffnet seine neueste Attraktion – und die orientiert sich ganz an der beliebten Science-Fiction-Serie Star Trek. Ab Mittwoch dürfen Achterbahn-Fans erstmals mit dem neuen Triple Launch-Coaster Star Trek: Operation Enterprise fahren und sich dabei auf eine aufregende Fahrt durch mehrere Loopings freuen. Mit ganzen 90 km/h bekommen die Besucher dabei einen richtigen Adrenalinschub. Doch bevor sie die Bahn endlich genießen dürfen, wartet auf sie noch eine echte Besonderheit: Der Park hat nämlich die Brücke der Enterprise-D originalgetreu nachgebaut und verwendet diesen als Warteraum, wenn die Schlange vor der Achterbahn mal ein wenig länger wird.

Marina Sirtis

Wer gleich am Mittwoch bei der ersten Fahrt dabei sein möchte, darf sich aber noch auf ein weiteres Highlight freuen: Der Movie Park hat nämlich einen echten Stargast engagiert, welcher der Eröffnung beiwohnen wird. Marina Sirtis, die Fans als Counsellor Deanna Troi aus “Star Trek: The Next Generation” kennen und die erst am vergangenen Wochenende auf der Fedcon in Bonn anwesend war, wird auch im Movie Park vor Ort sein und zwischen 14 und 15 Uhr Autogramme schreiben. Im Anschluss daran warten außerdem noch spannendende andere Attraktionen für Filmfans, wie etwa die Indoor-Achterbahn Van Helsing, die ebenfalls seit einigen Jahren geöffnet hat – ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall.

Tickets gibt es aktuell für besonders günstige Preise von 32,90 Euro unter movieparkgermany.de

Movie Park