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03
Apr

Dutch Comic Con: Das Mega-Event in Utrecht

Nicht nur in Deutschland gibt es mehrmals im Jahr eine Comic Con – auch in unserem Nachbarland, der Niederlande, haben sich solche Events längst etabliert. Und wer bisher nur die kleinere “Winter Edition” der Dutch Comic Con im November besucht hat, war am Osterwochenende vermutlich ein wenig überrascht: Die große “Mutterveranstaltung” im Frühjahr, mit der einst alles begonnen hat, ist nämlich inzwischen ganz schön groß. Immerhin kamen da mehr als 20.000 meist holländische Besucher in die Hallen der sogenannten Jaarbeurs in Utrecht, was so viel wie “Messe” bedeutet – pro Tag wohlgemerkt. Und wo die Winter Edition ihre Besucher noch in drei kleine Hallen lockte, sind es im Frühjahr inzwischen ganze fünf Hallen, die mitunter doppelt so groß sind. Mehr als genug Platz also für reichlich thematische Vielfalt.

Und die gab es dann auch, denn die Dutch Comic Con nutzt den vielen Platz, um die Hallen in viele große und spannende Bereiche einzuteilen. Konkret bedeutet das: Das Wort “Comic” im Namen wird hier tatsächlich ein wenig ernster genommen, als auf den Konkurrenzveranstaltungen mit dem Titel Comic Con. Gleich fast eine komplette Halle wird da den Comic-Händlern, Zeichnern und Mangas gewidmet, von denen es unzählige zu bestaunen gibt und bei denen so mancher Künstler auch einmal eine individuelle Zeichnung für den Fan anfertigt. Allerdings soll das längst nicht alles sein, denn in einem zusätzlich gesonderten Second Hand-Bereich wartet die Dutch Comic Con obendrein auch noch mit einem Flohmarkt auf, in dem ebenfalls zahlreiche Comics recht preisgünstig den Besitzer wechselten. Wer auf der Suche nach spannenden Comics war, ist hier also mit Sicherheit fündig geworden.

Dutch Comic Con 2018

Darüber hinaus ähnelt das Konzept dann ein wenig der Fantasy Basel, die ebenfalls einen umfangreichen Gaming-Bereich zu bieten hat. Kooperationen mit Spielepublishern und Hardwareherstellern sorgten dann nicht nur für interessante Exklusivinhalte, bei denen sich die Besucher interessante neue Games anschauen konnten, sondern auch für zahlreiche sogenannte “Free 2 Play”-Stationen, an denen Gamer völlig kostenlos die neuesten Spielehits antesten konnten – bis hin zu Blockbustern wie Far Cry 5. So mancher Designer und Entwickler hielt gleich daneben spannende Vorträge über Grafikdesign oder die Entwicklung des Videospiels “Horizon Zero Dawn”, sodass ein bisschen da sogar das Feeling einer Entwicklerkonferenz aufgekommen sein mag, bei der man in den direkten Kontakt mit den Entwicklern treten konnte. Und wem das noch nicht spektakulär genug war, der fand ein paar Meter weiter eine riesige Fläche für die Drone Racing Championship, bei denen die Teilnehmer mit rasanten, ferngesteuerten Drohnen einen Hindernisparcour überwinden mussten. Ein zum Teil einzigartiges Angebot für Gamer und Bastler.

Trotz allem durften auf der Dutch Comic Con natürlich auch jene Leute nicht fehlen, die auch auf anderen Conventions im Mittelpunkt stehen: Die Stars aus Hollywood. Die Anzahl mochte dort zwar überschaubar gewesen sein, doch die eingeladenen Gäste hatten es durchaus in sich. So kam sogar niemand geringeres als Dwight Schultz (Foto oben) höchstpersönlich nach Utrecht, der in den 80iger Jahren einer der Hauptdarsteller der Kult-Serie “Das A-Team” war. Und seine Anwesenheit ist zugleich eine Besonderheit, schließlich habe er nach eigener Aussage in den vergangenen fünf Jahren kein einziges Mal die Vereinigten Staaten verlassen und besuche selbst dort nur ein bis zwei Mal im Jahr eine Convention. Damit war Dwight Schultz nicht nur für niederländische Conventions ein seltener Gast, sondern für ganz Europa.

Dutch Comic Con 2018

Etwas moderner hingegen wurde es dann mit Katie Cassidy, die als Black Canary in der DC-Comicserie “Arrow” bekannt wurde. Und während auf so mancher Convention ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass während der Q&A-Panels nicht nach Umarmungen oder dergleichen gefragt werden darf, war das auf der Dutch Comic Con kein Problem: Sie ließ es sich nicht nehmen, beinahe im Fünf-Minuten-Takt mit ihren Fans zu knuddeln und Umarmungen zu verteilen. Der Veranstalter wiederum präsentierte sich dabei recht locker und verzichtete auf Verbote jeglicher Art, sofern das Einverständnis der Stars vorlag. Das traf mitunter auch mal auf das ein oder andere Selfie auf dem Gang zu – und die Niederländer dankten es den Veranstaltern mit den sogar für europäische Verhältnisse sehr hohen Besucherzahlen.

Besonders unterhaltsam präsentierte sich kurz danach übrigens auch Mark Sheppard, den viele Besucher unter anderem aus “Doctor Who”, “Supernatural” und vielen anderen Serien kennen – und wurde damit (vielleicht unfreiwillig) zu einem Highlight der Convention. Der nämlich hatte so gar keine Lust auf die auf jeder Con immer gleichen Fragen und gab auf jede dumme Frage eine ebenso dumme Antwort. Natürlich immer mit einem Zwinkern und nicht ganz Ernst gemeint, war das allerdings höchst belustigend für die restlichen Zuschauer auf den Rängen des Publikums – vor allem, wenn er schlicht jede zweite Frage mit einem simplen “No” beantworten konnte und sich daraus nur zu gerne einen Spaß gemacht hat. Das Panel von Mark Sheppard wird damit sicherlich so manchem Fan etwas länger in Erinnerung bleiben.

Wer nun auch einmal in den Genuss der mit ziemlicher Sicherheit größten Convention der Niederlande kommen möchte, hat dazu übrigens bereits in diesem Jahr erneut die Gelegenheit. Die “Winter Edition” der Dutch Comic Con soll nämlich erneut am 24. und 25. November 2018 in der Jaarbeurs Utrecht stattfinden. Tickets und weitere Infos gibt es in Kürze unter dutchcomiccon.com.


29
Mrz

Magiccon: Der Teufel kam nach Bonn

Spannende Vorträge, viele beeindruckende Cosplayer und vor allem reichlich Stars aus Hollywood: Das bekommen die Besucher geboten, wenn ein Mal im Jahr die Magiccon im Maritim Hotel Bonn stattfindet. Am vergangenen Wochenende vom 23. – 25. März 2018 war es dann wieder so weit und das Event ging bereits in seine zweite Runde. Nachdem die Veranstaltung eigentlich als Zusammenschluss der Hobbitcon und Ringcon begonnen hat, durften dabei natürlich auch einige Stars aus den berühmten Hobbit-Filmen nicht fehlen. Schauspieler, wie Adam Brown, Dean O’Gorman, Stephen Hunter oder Graham McTavish sind dabei längst zum jährlichen Stammgast geworden und zeigen recht offen, wie wohl sie sich auf der Convention fühlen.

Dass die Stars nur in Begleitung von Bodyguards über das Gelände laufen, mag auf anderen Events sicherlich üblich sein. Nicht allerdings so auf der Magiccon, wo die Schauspieler wie normale Besucher durch die Mengen schlendern, abends bei der Party sogar auf der normalen Besuchertoilette anzutreffen sind (obwohl sie die gar nicht benutzen müssten) oder sich gemeinsam zum Bier mit den Fans an die Bar setzen. Die Hotel-Conventions von Veranstalter Dirk Bartholomä haben sich genau mit diesem einzigartigen Erlebnis etabliert, bei dem die Fans ihren Stars so nah kommen können, wie auf keiner anderen Veranstaltung dieser Art. Und eines ist klar: Je häufiger die Stars schon auf dem Event waren, desto mehr und mehr verlieren sie auch hier ihre Berührungsängste. Kein Wunder also, dass sich die Hobbit-Stars sogar für so manche jährliche Improvisationscomedy auf der großen Bühne hergeben.

Magiccon 2018

Die meisten Fans waren dieses Mal allerdings vor allem für einen ganz besonderen Star in Bonn: Tom Ellis (Bild oben), der aktuell als Teufel höchstpersönlich in der Serie “Lucifer” zu sehen ist, gehörte nämlich zu den Highlights der Convention. Und so liebenswert und herzlich sein Auftreten auf der einen Seite gewesen ist, so überraschend mag es wohl gewesen sein, dass der echte Tom Ellis doch ganz anders auftritt, als seine TV-Rolle. Mit Pullover, Brille und einer überaus großen Vorliebe für deutsches Bier mag er nämlich so gar nicht dem Serienteufel entsprechen, der sich mit teurem Anzug und ausufernden Flirtversuchen von seiner aufdringlichen Seite zeigt. Und mit einer beinahe ironisch wirkenden religiösen Kindheit verblüfft er die Fans der Serie umso mehr. Eines allerdings hat er mit seiner Rolle dann doch gemeinsam: Die Besucher haben ihn genauso schnell ins Herz geschlossen, wie Lucifer.

Da freuten die sich natürlich umso mehr, als zum Ende der Veranstaltung in der traditionellen Closing Ceremony ein weiteres Highlight wartete: Tom Ellis nämlich, der auch im echten Leben musikalisch recht begabt ist, gab ein Ständchen auf der Bühne der Magiccon und präsentierte zwei Songs mit Gitarre und Live-Gesang. Das war vermutlich zugleich auch eine Deutschlandpremiere, denn für umganfreiche Konzert-Touren ist der vielbeschäftigte Schauspieler nun wirklich nicht bekannt. Und ob sich dieses Ereignis in Deutschland so schnell wiederholen wird, steht ohnehin in den Sternen, denn nach aktuellem Stand handelte es sich bei der Anwesenheit auf der Magiccon um seinen einzigen deutschen Auftritt in diesem Jahr. Einen Trost gibt es aber: In seinem Panel gab er auch gleich bekannt, selbst gerade das Spielen des Klaviers zu erlernen und in einer zukünftigen Staffel tatsächlich einen Song selbst spielen zu wollen. Spätestens dann wird man also noch einmal die Gelegenheit haben, ihn musizieren zu hören.

Magiccon 2018

Musikalisch war allerdings nicht nur Tom Ellis unterwegs, sondern auch seine Kollegin Beverly Elliott aus “Once upon a time”, die sich in der Closing Ceremony gleich anschloss. Nachdem sie in ihrem Panel die Fans bereits mit einer unterhaltsamen Karaoke-Session begeistern konnte, wiederholte sie das doch gleich noch einmal vor einem komplett gefüllten Saal: “Time after Time” von Cyndi Lauper sollte der Song sein, den sie gemeinsam mit den ungefähr 3500 Besuchern der Magiccon sang und bei dem sie eindrucksvoll den Ton angab. Da fiel es den meisten wohl nicht schwer, sie ebenso ins Herz zu schließen, wie ihren geliebten “Teufel aus LA”, der wenige Sekunden zuvor noch die Vorlage für ihren Auftritt gab und den Weg für eine gelungene Karaoke-Aktion bereitete.

Eines steht derweil nämlich ohnehin fest: Zwischen den anwesenden Darstellern auf der Magiccon herrschte eine Harmonie, wie man sie nur selten auf Conventions zu sehen bekommt. Nicht nur, dass sich selbst die Hobbit-Darsteller blendend mit dem “Neuling” Tom Ellis verstanden, wie sie auf Twitter mehr als einmal verdeutlichten, sondern auch Stars, die gemeinsame Auftritte in Serien hatten, scheinen noch immer bestens befreundet. Anna Popplewell (Die Chroniken von Narnia) und Craig Parker (Der Herr der Ringe), die gemeinsam einen Auftritt in der Serie “Reign” hatten, machten aus ihrer gegenseitigen Zuneigung schließlich kein allzu großes Geheimnis und schwärmten in ihren Einzelpanels geradezu voneinander. Dass damit ein gemeinsames Doppelpanel obligatorisch wurde, versteht sich von selbst.

Magiccon 2018

Trotzdem gab es unter den Besuchern allerdings auch Stimmen, die sich für das kommende Jahr mehr neue Stars wünschten, die nicht bereits mehrfach auf der Magiccon anwesend waren. Nicht wenige ließen schließlich verlauten, dass Tom Ellis offenbar der einzige anwesende Stargast war, der für sie in diesem Jahr einen Anreiz bot, die Veranstaltung zu besuchen. Diese Kritik allerdings nahm der Veranstalter Ernst und legte Fragebögen aus, in denen die Besucher ihre Lieblingsserien und -fandoms mitteilen konnten, um die Problematik im kommenden Jahr zu lösen. Wenn dann vom 26. – 28. April 2019, eine Woche nach Ostern, erneut die Magiccon in Bonn stattfindet, dürfen sich die Fans also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf mehr neue interessante Stargäste freuen.

Und wer trotz eines womöglich geringen Interesses an manchen Stargästen nach Bonn kam, hat aber auch noch reichlich andere spannende Programmpunkte geboten bekommen. Dieses Mal hatte sich der Veranstalter nämlich einige Neuheiten einfallen lassen und neben neuen Händlern beispielsweise auch die Möglichkeit für mehrere Whisky-Tastings geschaffen – thematisch passend zur Serie “Outlander”, die in den schottischen Highlands spielt, versteht sich. Und wenn sogar Schauspieler wie Kevin McNally und Martin Klebba aus “Fluch der Karibik” vor Ort sind, bietet sich eine Piratenband geradezu an: Ye Banished Privateers waren dementsprechend bereits am Freitag Abend auf der großen Bühne des Maritim Hotels zu sehen und heizten die Besucher so sehr ein, dass sich spontan eine Polonäse durch den gesamten Saal bildete. Und damit stand bereits am ersten Tag fest: An guter Stimmung mangelte es auf der Magiccon definitiv nicht.

Weitere Fotos von der Magiccon gibt es unter facebook.com/dvdmagazine.


27
Mrz

Dystopia 2: Fans von “The 100″ treffen ihre Stars in Düsseldorf

Dystopia 2 ConventionConventions müssen nicht immer auf riesigen Messegeländen stattfinden, auf denen der einzelne Besucher zwischen tausenden anderen völlig untergeht. Schon lange bevor die großen Comic Cons auch nach Deutschland kamen, hatten sich die familiären, aber nicht weniger qualitativen Hotel-Conventions längst in der Szene etabliert. Vor Jahrzehnten häufig noch auf das Science-Fiction-Genre beschränkt, finden sich inzwischen Conventions dieser Art zu fast jedem Fandom. So auch zur beliebten Serie “The 100″, wenn Fans einige ihrer Stars am 7. und 8. April 2018 im Hilton Hotel in Düsseldorf treffen können. Bei einem auf einige hundert Tickets beschränkten Event sind dann nämlich gleich acht Schauspieler aus der Serie anzutreffen – und hier hat man definitiv die Möglichkeit, mit ihnen näher in Kontakt zu treten.

Dazu gehören dann natürlich auch Darsteller aus dem Maincast, wie Bob Morley (Bellamy) und Christopher Larkin (Monty), die bereits seit der ersten Staffel durchgehend in wichtigen Rollen in der Serie vertreten waren ebenso, wie später auftauchende Hauptrollen wie Richard Harmon (Murphy) und größere Nebenrollen wie Sachin Sahel (Jackson). Und die kleine Besonderheit obendrauf: Sachin Sahel übernimmt zudem noch die Aufgabe des Moderators und wird dabei die Besucher auf der Bühne durch das gesamte Wochenende führen. Ganz egal also, ob mit Tageskarte oder teurerem Wochenendticket: Auf der Dystopia 2 wird man in jedem Fall seine Stars zu sehen bekommen.

Dystopia 2 Convention

Wem die Bühnenauftritte aber nicht reichen, für den hat die Dystopia 2 aber sogar noch ein weiteres, in der Conventionszene mittlerweile fast einzigartiges Angebot: Jeder der anwesenden Stars steht nämlich auch für ein (zubuchbares) Meet & Greet zur Verfügung, falls man diesem gleich noch etwas näher kommen möchte, als dies auf einer ohnehin schon familiären Convention bereits möglich ist. Das ist zwar dann nicht immer ganz günstig, dürfte aber bei dem ein oder anderen Fan sicherlich für ein unvergessliches Erlebnis sorgen. Weitere Informationen und Tickets zum Event gibt es unter ent-events.de.


19
Mrz

Walker Stalker Germany: Walking Dead-Stars eroberten Mannheim

Die Zombieserie “The Walking Dead” gehört zu den wahrscheinlich erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Mit ihrer Kombination aus Horror und Drama konnte sie nämlich nicht nur die klassischen Genrefans begeistern, sondern auch bei der Masse der Zuschauer groß punkten. Ein Grund mehr für viele Fans nach Mannheim zu reisen, als plötzlich ein Großteil der Schauspieler aus der Serie für die Walker Stalker Convention in der Maimarkthalle angekündigt wurden. Die nämlich expandierte erstmals nach Deutschland und brachte dabei auch gleich Frauenschwarm Norman Reedus mit, der durch seine Rolle als Daryl wenig überraschend zum gefragtesten Stargast auf der Veranstaltung wurde.

Walker Stalker Germany

So mancher Besucher hatte damit sogar die Möglichkeit, seinem Idol Norman Reedus endlich einmal live zu begegnen. Zumindest dann, wenn man viel Glück hatte, viel Geld für ein Autogramm oder Photoshoot ausgab, oder optimalerweise gleich am Sonntag kam. Besucher mit einem Tagesticket am Samstag hatten es da hingegen schon schwieriger. Einen Bühnenauftritt des Stars, der ohnehin recht selten ist, gab es nämlich ausschließlich am Sonntag Morgen. Und vor seinem Autogrammstand versammelte sich durchgehend eine derartig riesige Menschenmenge, dass sie vermutlich eher als Tumult, denn als nachvollziehbare Warteschlange bezeichnet werden könnte. Für den Samstag-Besucher ohne Autogrammticket konnte das aber auch bedeuten: Hinter diesem Menschenauflauf war es eher ein Glücksfall, Norman Reedus tatsächlich live zu sehen. Für manchen, der 54 Euro für seine Tageskarte ausgegeben hat, könnte der Tag dadurch womöglich auch zur Enttäuschung geworden sein.

Ein Glück also, dass die Walker Stalker Germany immerhin auch noch ein paar andere hochkarätige Stars aus “The Walking Dead” und “Sons of Anarchy” zu bieten hatte. Chandler Riggs beispielsweise, der in “The Walking Dead” den jungen Carl spielte und damit zum Hauptcast der Serie zählt. Da war es auch am Autogrammstand dann gleich ein wenig leichter, einen Blick auf den Darsteller zu erhaschen. Ganz zu schweigen etwa von Stars wie Ryan Hurst, Ron Perlman oder Tommy Flanagan, die als Schauspieler aus der Serie “Sons of Anarchy” ein klein wenig weniger Andrang vor ihrem Autogrammstand zu sehen bekamen – dafür aber nicht weniger aufgeschlossen und kontaktfreudig den Fans gegenüber waren. Denn während Norman Reedus und Jeffrey Dean Morgan sich vor Fans kaum retten konnten, freut sich so mancher Star über jedes nette Gespräch, das sie mit den Fans führen können.

Walker Stalker Germany

Trotz allem muss man aber doch zu der Feststellung kommen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem für jene Besucher, die keine Autogrammjäger sind, etwas enttäuschend ausgesehen haben könnte. Das liegt vor allem daran, dass das restliche Programmangebot nicht unbedingt dem üblichen deutschen Convention-Standard entsprach. Haben andere Events dieser Art ein Ganztagsprogramm auf mehreren Bühnen, so fand man auf der Walker Stalker Germany leider lediglich vier bis fünf Panels pro Tag auf der Hauptbühne und suchte weitere Bühnen etwa mit Vorträgen oder Workshops vergeblich. Kein Wunder, wenn da mancher Besucher ohne Autogramm- und Photoshootticket zwischen den Panels womöglich wenig mit seiner Zeit anzufangen wusste.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil das Fandom – im Vergleich zu den zahlreichen anderen Cons in Deutschland – nur recht spärlich eingebunden wurde. Schmerzlich vermisst hat der Kenner schließlich die bekannten Walking Acts und Cosplay-Gruppen, die üblicherweise bei der Konkurrenz eigentlich mit eigenen Ständen vertreten sind. Da blieben dann natürlich auch nur wenige Möglichkeiten, interessante Kulissen anzusehen oder sich mit gruseligen Zombies abzulichten. Bis auf eine überschaubare Anzahl an Cosplayern und den Doubles der Figuren “Rick” und “Negan”, bei denen viele Besucher offenbar ebenfalls dachten, Geld für das dazugehörige Photoshoot ausgeben zu müssen. Generell fiel manchem Besucher schließlich auf, dass er für ziemlich viele Attraktionen auf dem Event zusätzlich in die Tasche greifen musste.

Walker Stalker Germany

Und doch muss man eingestehen, dass auch die Walker Stalker Germany an der ein oder anderen Stelle ein Alleinstellungsmerkmal zu bieten hatte, das sie bei diesem Punkt zur Referenz unter den Conventions machte. Etwa wenn es um das auffallend umfangreiche Angebot für Besucher mit Behinderungen geht, bei dem man vor allem Gehörlosen den Besuch ein wenig erleichtert hat. Absolut einzigartig in Deutschland sind etwa ein Gebärdensprachendolmetscher, der bei jedem einzelnen Panel auf der Bühne stand und eingeblendete deutsche Live-Untertitel auf der Leinwand, die in Sekundenschnelle das englischsprachige gesprochene Wort der Stars übersetzten. Trotz aller Kritik: Derartiges haben wir noch auf keiner anderen Convention gesehen.

Wem die Walker Stalker Germany vielleicht gerade deshalb gefallen hat, der darf sich in einigen Monaten gleich auf ein weiteres Event des Veranstalters freuen. Am 2. und 3. Juni 2018 findet nämlich die Heroes & Villains Convention in der Dortmunder Westfalenhalle statt, die sich thematisch vor allem auf “Arrow” und viele weitere spannende DC Comics-Serien bezieht – und dabei selbst Hauptfigur Oliver Queen persönlich am Start hat.


01
Mrz

Pro7-Mediathek ohne Werbung? So geht’s.

Spätestens seit dem Aufkommen der Video-on-Demand-Anbieter Netflix und Amazon Video ist das Interesse, Serien im Free-TV mit ständiger Werbeunterbrechung zu sehen, ziemlich gesunken. Auch die Quoten der Sender sprechen hier häufig eindeutige Zahlen. Haben die Privatsender dann doch einmal eine interessante neue Staffel im Programm, wird nicht selten auf die Mediathek zurückgegriffen, um wenigstens die Möglichkeit des zeitunabhängigen Abrufs nutzen zu können. Doch Werbung bekommen wir dort in der Regel dennoch zu sehen. Das allerdings muss nicht sein, denn zumindest bei Pro7 und allen ihren zugehörigen Sendern (Sat1, Pro7 Maxx, Kabel Eins, Sat1 Gold, DMAX, Sixx, TLC, Eurosport und Kabel Eins Doku) lässt sich das Problem der Werbung recht leicht umgehen.

Was ihr dafür braucht:
Ein paar Voraussetzungen müssen dafür natürlich dennoch erfüllt sein. Die einfachste Möglichkeit wäre die Anschaffung eines Chromecast-Sticks (einamlige Kosten: 35 Euro). Alternativ wäre aber auch die Nutzung der Miracast-Funktion des Fernsehers möglich. Viele Geräte von Sony, Philips, Samsung, LG und Panasonic unterstützen diese Funktion von Haus aus. Zusätzlich benötigt ihr natürlich noch ein Android-Smartphone, die 7TV-App und ein stabiles WLAN-Netz, mit dem sowohl Fernseher oder Chromecast-Stick, als auch Smartphone verbunden sind. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht eurem werbefreien Genuss der Mediathek nichts mehr im Wege.

So funktioniert es:
Habt ihr beide Geräte also erst einmal mit dem WLAN verbunden und die notwendige 7TV-App heruntergeladen, findet ihr in der oberen rechten Ecke der App ein Broadcasting-Symbol. Mit einem Click darauf, sollte euer mit dem WLAN verbundener Fernseher oder Chromecast-Stick dort erscheinen. Ihr verbindet einfach die App auf diesem Wege mit dem Gerät und startet anschließend ein Video eurer Wahl. Und voilà: Auf diesem Wege werdet ihr während der Übertragung eurer Lieblingsserien keine Werbung mehr auf dem Fernseher zu sehen bekommen.

Pro7 Mediathek ohne Werbung


01
Feb

Heroes & Villians: Arrow-Star Stephen Amell kommt nach Dortmund

Heroes & Villains GermanyWenn es um den großen Hype der Comicserien geht, stößt nicht nur Marvel bei den Fans auf sehr großes Interesse. Auch DC ist aus dem Fandom längst nicht mehr wegzudenken. Und eine der beliebtesten DC-Serien dürfte dabei sicherlich “Arrow” sein, die vor einiger Zeit auf dem TV-Sender Vox zahlreiche Fans begeistern konnte. Umso größer dürfte bei Fans allerdings die Begeisterung gewesen sein, als mit der Heroes & Villains Germany noch eine weitere neue Con angekündigt wurde, die erstmals in Deutschland gastiert. Die Wahrscheinlichkeit für einen Besuch des Arrow-Hauptdarstellers in Deutschland wurde damit schließlich schon ein wenig größer – immerhin ist die Veranstaltung der Geistesprodukt von Stephen Amell alias “Oliver Queen” und James Frazier, dem Schöpfer der ebenfalls erstmals in Deutschland stattfindenden Walker Stalker Convention.

Dass damit natürlich auch der wichtigste aller Stargäste nicht fehlen darf, sollte klar sein: Stephen Amell hat sein Erscheinen in der Dortmunder Westfalenhalle schließlich nun als erster Serienstar angekündigt und wird dort am 2. und 3. Juni 2018 den Fans in seinen Panels Rede und Antwort stehen, wenn er nicht gerade bei den spannenden Fotoshootings posiert oder die vermutlich ziemlich lange Schlange am Autogrammstand abarbeitet. Und dabei wird es sehr wahrscheinlich nicht bleiben: So manches Posting der Veranstalter lässt schließlich noch auf weitere interessante Stargäste aus den DC- und Marvelserien hoffen und sorgen höchstwahrscheinlich für zwei spaßige Tage für alle Nerds, Geeks und Serienliebhaber.

Der Ticketvorverkauf für die Heroes & Villains Germany öffnet am 2. Februar 2018 um 11:11 Uhr. Weitere Infos zum Event findet ihr unter heroesfanfest.de.


16
Jan

Mannheim: Walker Stalker kommt erstmals nach Deutschland

In den USA und Großbritannien konnte sie sich bereits fest auf dem Convention-Markt etablieren und ist vor allem bei den Fans von “The Walking Dead” eine international bekannte Marke: Die Walker Stalker Convention. Nun soll sie erstmals auch nach Deutschland kommen, wo sie am 17. und 18. März 2018 in der Maimarkthalle Mannheim stattfinden wird. Und da braucht man sich vor dem amerikanischen Original sicherlich nicht zu verstecken, denn das dazugehörige Stargastaufgebot kann sich bereits jetzt sehen lassen. Denn auch hierzulande sollen die “Walking Dead”-Fans schließlich die Möglichkeit erhalten, all ihre Lieblingsstars zu treffen, spannende Bühnenshows mit ihnen zu erleben und reichlich Autogramme einzusacken.

Walker Stalker Germany

Dass dazu auch die beliebtesten Darsteller, wie Frauenschwarm Norman Reedus gehören, versteht sich dabei von selbst. Immerhin ist der Darsteller von “Daryl” nicht gerade ein Stammgast auf deutschen Conventions und könnte damit schnell zu einem Highlight der gesamten Veranstaltung werden. Ähnliches gilt für Jeffrey Dean Morgan, der als “Negan” zu einem der beliebtesten Bösewichte der Serie geworden ist und mit Chandler Riggs ist selbst der junge “Carl” mit von der Partie, der stets an der Seite seines Serienvaters Rick gegen die zahlreichen Untoten von Atlanta kämpfen durfte.

Wem das noch nicht reicht, der kommt mit Michael Cudlitz alias “Abraham”, Ron Perlman aus “Hellboy” oder “Tara”-Darstellerin Alanna Masterson mit großer Wahrscheinlich ebenfalls noch auf seine Kosten. Die restlichen der mittlerweile sage und schreibe 16 bekannten Seriendarsteller hat der Veranstalter unterdessen auf seiner Webseite bekanntgegeben und können dort nachgelesen werden. Ebenso gibt es dort Tickets ab 54 Euro unter walkterstalkercon.de.


18
Dez

Hocico: Knallharte Aggrotech-Sounds aus Mexiko im Kulttempel Oberhausen

Eine steinerne Halle, Gemälde wie Kirchenfenster an den Wänden und ein Publikum, das ausnahmslos in schwarz gekleidet ist. Wenn man diesen Anblick vor sich hat, kann man sicher sein, man befindet sich im Kulttempel Oberhausen, der sich direkt neben der berühmten Turbinenhalle befindet. Findet man dann allerdings auch noch okkulte Gegenstände in der Nähe der Bühne vor, entdeckt ein Mikrofonstativ voller Totenköpfe und ein Mexikaner betritt die Bühne, der eher an einen Schamanen erinnert als an einen Sänger, ist man noch dazu mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Konzert der mexikanischen Industrial/Aggrotech-Band Hocico. Eines, wie es Fans der schwarzen Szene am vergangenen Sonntag erleben durften.

Hocico - Kulttempel Oberhausen

“Hocico” heißt übrigens so viel wie “Schnauze” oder “Fresse” – und das nehmen die beiden Mexikaner Erk Aicrag und Racso Agroyam, die mit bürgerlichem Namen eigentlich Eric Garcia und Oscar Mayorga heißen, ziemlich wörtlich. Denn wenn Hocico erst einmal los gelegt hat, gibt es hier musikalisch “ordentlich auf die Fresse”. Nicht umsonst gelten die Mexikaner, die in der deutschen Gothic-Szene schon seit den 90ern eine fest etablierte Größe sind, als eine der härtesten Bands ihres Genres. Da darf man ihren Slogan “Bienvenido a la maldad” – Willkommen in der Hölle – auch durchaus wörtlich nehmen, denn der Sound ist wahrlich nichts für zarte Gemüter. Die Bässe hämmern mit vielen Beats pro Minute nur so vor sich hin, während vor allem Eric Garcia wild auf der Bühne herumhüpft.

Und man mag es an der Stelle fast kaum glauben, aber: Zum Sound von “Hocico” kann man tatsächlich noch tanzen. Wenn die feiernde Crowd nicht gerade ebenfalls wild zu den Klängen der Band herumhüpft und den Mexikanern zeigt, dass sie voll auf ihren Sound abfahren, kann man das sogar hin und wieder beobachten. Besonders ansehnlich, wenn die aufwändig gekleideten Goths sich dann extra viel Mühe bei ihrem Outfit gegeben haben. Ob im engen Leder-Korsett, oder mit künstlichen sogenannten “Cyberlocks” auf dem Kopf – einmal mehr zeigt sich, dass die schwarze Szene nicht nur eine einheitliche Farbgebung hat, sondern sich gerne einmal stilvoll-elegant oder mitunter ausgefallen kleidet. Nicht, dass die Outfits der Band selbst nicht schon so gelungen wären, dass sie beinahe als düstere Variante eines Cosplayers durchgehen könnten.

Chemical Sweet Kid - Kulttempel Oberhausen

Vorab heizte die Support-Band das Publikum allerdings nicht weniger ein. Mit Chemical Sweet Kid gab es schließlich Unterstützung aus dem Nachbarland Frankreich. Die dreiköpfige Band rund um Julien Kidam, Kora-Li Louys und Ersatzgitarristen Kim Larcher beglückte die Gothic-Fans derweil mit knallhartem Industrial-Metal und einem kleinen Elektro-Crossover-Touch. Und da durften sie auch gleich einmal zeigen, dass es bei ihnen auf der Bühne keineswegs weniger wild zugeht, als bei den mexikanischen Kollegen. Mit der nötigen Portion Aggressivität, völlig abhandenen Berührungsängsten und reichlich kräftigen Gitarrensounds waren Chemical Sweet Kid auf jeden Fall ein würdiger Support für die “Schamanen aus der Hölle”.

Schade ist dann lediglich, dass die Besucher im Anschluss an das Konzert nicht mehr allzu lange weiter feiern konnten, denn – vermutlich bedingt durch einen Sonntag – blieb die normalerweise obligatorische Aftershow-Party dieses Mal aus. Dafür konnten sich Fans natürlich noch am Merchandise-Stand des Labels Out of Line mit allen aktuellen Alben und sogar Vinyl eindecken oder gar das ein oder andere Autogramm von Chemical Sweet Kid ergattern, die bis zum Schluss am Stand blieben, um sich den Fragen und Wünschen des Publikums zu widmen. Doch kein Wunder: Die faszinierende kleine Location mit ihrer einzigartigen Dekoration lädt schließlich stets zum Verweilen ein.

Weitere Fotos vom Konzert findet ihr unter facebook.com/dvdmagazine.


11
Dez

Dortmund: German Comic Con platzt aus allen Nähten

Nachdem die Comic Cons in Deutschland mittlerweile wie Pilze aus dem Boden gesprießt sind und sich auf dem Convention-Markt als Großevents fest etabliert haben, ging am vergangenen Wochenende nun auch die German Comic Con in Dortmund bereits in ihre dritte Runde. Neben drei weiteren Events in Berlin, Frankfurt und München zählt die Veranstaltung in Dortmund dabei eigentlich als deutsches Flaggschiff des Veranstalters, konnte man die Eventreihe schließlich genau damit im Dezember 2015 starten. Das sieht man unterdessen allerdings auch an den Besucherzahlen, denn wie auch in den Vorjahren kamen zehntausende Besucher in die Westfalenhallen Dortmund, um dort ihre Stars zu treffen und sich auf die Jagd nach den heißbegehrten Autogrammen zu machen.

German Comic Con Dortmund

Spätestens zur Mittagszeit am Samstag zeigte sich allerdings auch ein enormes Problem: Obwohl die Besucherzahlen keineswegs geringer wurden, hat der Veranstalter das Event offenbar von vier auf nur noch zwei Hallen reduziert. Der komplette große Bereich der Halle 3B, welcher im vergangenen Jahr noch unter anderem für Photoshoots mit den Stars und Händler diente, fehlte dieses Mal leider komplett. Die Folge war eine starke Überfüllung der Veranstaltung und extremes Gedränge in den Fluren und zwischen den Händlerständen. Zeitweise gestaltete sich die Problematik scheinbar so schlimm, dass ein Einlassstopp in Kraft gesetzt wurde und zahlreiche Besucher mit Tickets aus dem Vorverkauf sogar Probleme hatten, die Veranstaltung überhaupt zu betreten.

Unterhaltungen mit einigen Besuchern ergaben außerdem, dass eine hohe Unzufriedenheit und ein vermindertes Sicherheitsgefühl auf Grund des starken Andrangs vor allem in den Durchgängen zwischen Halle 4 und 7 vorherrschte – in denen dann dummerweise auch noch die Toiletten lokalisiert waren, was zu zusätzlicher Verstopfung führte. Denn wenn hier plötzlich in beide Richtungen kein Weiterkommen mehr war, konnte man von Glück sprechen, dass die Besucher der Convention generell ruhig und gelassen blieben. Dummerweise trugen regelmäßige Warnungen vor Taschendieben allerdings auch nicht gerade zur Stärkung des Sicherheitsgefühls bei. Dass so mancher Besucher bereits nach wenigen Stunden das Weite suchte, weil es ihm schlicht zu überfüllt war, verwundert dann wenig. Bereits am späten Nachmittag war dies dann auch allmählich an den etwas leereren Gängen erkennbar.

German Comic Con Dortmund

Dabei hat die German Comic Con in diesem Jahr sogar keineswegs alles falsch gemacht und erweckte zunächst den Eindruck, aus Fehlern des Vorjahres gelernt zu haben. Die Warteschlange am Eingang befand sich so etwa nicht mehr außerhalb des Veranstaltungsgeländes, sondern von nun an in einer der Hallen der Westfalenhallen. Hat der Einlass einmal etwas länger gedauert, musste nun jedenfalls niemand mehr in der eisigen Kälte des verschneiten Dortmund frieren. Dummerweise stellten wir allerdings auch hier fest: Plötzlich verwendet man für die Warteschlange eine Halle, die im Vorjahr noch mit Zeichnern und Händler gefüllt war – und somit einst dazu beitrug, dass sich die Menschenmenge stärker verteilt. Da hat die Besserung doch gleich wieder einen faden Beigeschmack.

German Comic Con Dortmund

Die besten Chancen, das Event zu genießen, hatten dann doch vor allem die Zuschauer der Panels, die doch lieber das Bühnenprogramm bewunderten, statt sich durch Gänge mit den Händlern zu quetschen oder sich an die etwas chaotischen Autogrammschlangen anzustellen. Das nämlich hat sich in diesem Jahr sichtlich verbessert, sodass vor allem Technik und Akustik während der Bühnenauftritte der Stars nun vorbildlich waren. Und wenn zahlreiche Stars wie Alyson Hannigan aus “American Pie” mit ihren vier Buffy-Kollegen auf der Bühne standen, oder Ricky Whittle aus “American Gods” seine Fans begrüßte, war das definitiv mit ziemlich viel Spaß verbunden. Trotz der starken Überfüllung waren die Stars schließlich sichtbar gut gelaunt und haben sich ihre Fannähe keineswegs nehmen lassen.

Das wurde dann auch bei den etwas seltener anzutreffenen Stargästen sichtbar, denn mit Jaleel White aus “Alle unter einem Dach”, Wentworth Miller aus “The Flash” oder Christopher Lambert aus “Highlander” kamen die Besucher auch in den Genuss einiger Schauspieler, die nun wahrlich nicht auf jeder Convention anzutreffen sind – und konnten erstaunt feststellen, dass die meisten Stars doch tatsächlich genauso aussehen, wie in den Filmen und Serien. Denn manches Mal verändert sich das Aussehen durch die Maske doch gar nicht so intensiv und Stars wie Jaleel White, der einst “Steve Urkel” gespielt hat, scheinen sich auch nach zwanzig Jahren optisch kaum verändert zu haben.

German Comic Con Dortmund

Insofern kann man doch zumindest feststellen: Wer eine gewisse Frusttoleranz mitgebracht hat und wem es nichts ausmachte, in den zahlreichen Schlangen auch mal etwas länger zu stehen, hatte in Dortmund zumindest die Gelegenheit, zahlreiche bestens gelaunte Stars anzutreffen und sogar das ein oder andere Gespräch mit seinem Liebling zu führen. Schade ist dann lediglich, wenn man es auf Grund der starken Überfüllung dann doch nicht rechtzeitig zum Panel seines Lieblingsschauspielers geschafft hat. Da darf man sich allerdings zurecht die Frage stellen, warum es im mittlerweile dritten Jahr in Folge immmer noch zu organisatorischen Problemen kommt. Schade – doch diese Kritik muss sich ein Veranstalter mit zehntausenden Besuchern und mehr als sieben Großveranstaltungen im Jahr gefallen lassen. Das darf nach so viel Erfahrung eigentlich nicht mehr passieren.


11
Dez

Clan of Xymox: 80iger Jahre Goths rocken Bochum

Dass eine Band mehr als 30 Jahre im Geschäft bleibt, ist im Musikbusiness sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Das weiß man spätestens, seitdem ein Großteil der 90iger Jahre Bands mittlerweile wie vom Erdboden verschluckt wurden. Manchmal allerdings schaffen es selbst Musiker, die nicht unbedingt im Mainstream aktiv sind, seit 1984 auf der Bühne zu stehen – und noch heute durch das ganze Land zu touren. Eine dieser Bands ist auch Clan of Xymox, die mit ihrem Darkwave-Sound zur Bestzeit von Depeche Mode oder Die Krupps gegründet wurde – und noch heute in der Lage ist, zumindest kleinere Locations gut zu füllen. In dieses Vergnügen konnte man am vergangenen Freitag im Rockpalast Bochum kommen. Gerade dann, wenn es aber nicht unbedingt volle Stadien sind, sieht man einer Band nach über dreißig Jahren aber vor allem eines an: Sie sind aus Leidenschaft dabei, statt nur für das große Geld.

Etwas anderes fällt auf den ersten Blick dann aber auch auf: Clan of Xymox um Frontmann Ronny Moorings, der nicht nur als Sänger auf der Bühne steht, sondern auch selbst die E-Gitarre in die Hand nimmt, wirken ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Mit Frisuren, die sich irgendwo zwischen Deine Lakaien und Project Pitchfork ansiedeln, sowie einem eleganten Alt-Goth-Style machen sie dabei einen optischen Eindruck, der zugleich bestens zur Musik passt. Die nämlich kommt mit bestem Dark Wave und elektronischen Beats daher und ist letztendlich nicht weniger aus der Zeit gefallen. Wer sich schon mit den Großmeistern Depeche Mode anfreunden konnte, war von Clan of Xymox ebenso schnell begeistert.

Dynastie

Interessant bleibt an der Stelle, dass die Band live auf der Bühne doch einen etwas härteren Eindruck hinterlässt, als die eher sanften und melodischen Töne ihrer alten Studioalben oder etwa die zahlreichen Youtube-Videos, die man im Internet leicht findet, vermuten lassen. Denn wenn der Bass in der Magengegend zu spüren ist, macht eine Band wohl einiges richtig und verdeutlicht, dass sie sich vor der härteren Gangart der heutigen EBM- und Aggrotech-Szene keineswegs verstecken muss. Die Bühne rocken kann auch die ältere Gothic-Generation definitiv noch. Zumal auch Moorings sehr einprägsame und individuelle Stimme hervorragend dazu passt. Da geben sie schnell ein gelungenes Gesamtbild ab und überzeugen selbst Besucher, die eher für eine der Vorbands erschienen sind.

Vorab nämlich begeisterte die Band Dynastie aus dem Raum Dortmund mit etwas moderneren Tönen. Kein Wunder, denn die 4-köpfige Band stammt schließlich noch aus den 90iger Jahren und siedelt sich eher im moderneren Dark Wave / EBM-Spektrum an. Dass man dabei vor allem auf düster-atmosphärische elektronische Klänge setzt, dürfte wenig verwundern. Zumal Bandmember Thomas Lesczenski schließlich einst das Projekt [:SITD:] mitgegründet hat und dadurch reichlich Erfahrungen mit dem deutlich härteren Aggrotech sammeln durfte. Davon abgesehen sollte man sich allerdings von elektronischer Musik keineswegs täuschen lassen: Handgemacht ist auch hier immer noch mehr als genug, denn Gitarre und Bass dürfen selbst in diesem Genre nicht fehlen. Wer da denkt, elektronische Musik käme nur aus dem Computer, hat sich bei Clan of Xymox und Dynastie schwer getäuscht.

Clan of Xymox

Trotz allem kann das Publikum eines solchen Konzertes für Außenstehende allerdings sicher etwas “gruselig” erscheinen. Dass die Besucher des Rockpalastes in Bochum nahezu ausnahmslos in schwarz gekleidet sind, gehört in der Szene wie selbstverständlich dazu. Allerdings gibt es da durchaus auch mal den ein oder anderen Hingucker, wenn so manches junge Mädel plötzlich im engen Lack- und Leder-Outfit vor der Bühne steht, oder gar an die BSDM-Szene angelehnte Kleidungsstücke präsentiert werden. Ein bisschen gehört “sehen und gesehen werden” in der Gothic-Szene eben auch dazu. Allerdings ist das doch meist recht hübsch anzusehen und Angst musste auch der Neuling vor den zwar böse ausschauenden, aber stets freundlichen Goths zu keinem Zeitpunkt haben.