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F1 2016
Europa Universalis IV
Cities Skylines: Natural Disasters lässt Kometen auf die Erde fallen
Tyranny: Pillars of Eternity bekommt seinen Nachfolger
Sniper Ghost Warrior 3: Scharfschützen im freien Feld
Hob: Torchlight-Macher mit neuem Abenteuer
Aquanox – Deep Descent: Das Unterwasserabenteuer bekommt eine Neuauflage
Spellforce 3: Rollenspiel und Strategie endlich vereint
Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr
Solstice Chronicles: Lokaler Koop kommt auch auf den PC

30
Aug

F1 2016

Die Formel 1-Saison diesen Jahres ist momentan voll im Gange und Lewis Hamilton führt aktuell die WM-Fahrertabelle an. Erst gerade haben sich die Fahrer noch ein spannendes Rennen in Belgien geliefert, wo so manches Überholmanöver an der Tagesordnung stand und der Motorsport in dieser Saison endlich wieder ein wenig spannender geworden ist. Bevor in der nächsten Woche das nächste Rennen in Monza ansteht, hat aber vermutlich der ein oder andere Fan tatsächlich Lust, selbst in den Rennwagen zu steigen und es den Stars aus der Formula 1 virtuell nachzumachen. Die ganze Saison mit all seinen spannenden Strecken und auch Nachtfahrten erwartet uns in der alljährlichen, neuen Version des offiziellen Formel 1-Spiels und auch auf der neuen Strecke in Aserbaidschan dürfen wir nun erstmals unser Können unter Beweis stellen. In diesem Sinne: Motoren an und rauf aufs Gas.

Kritik:
Wie üblich bietet „F1 2016“ natürlich zahlreiche Spielmodi. Im Karrieremodus können wir uns mit dem eigenen Namen in einem beliebigen Team versuchen und bekommen einen realen Fahrer als Kollegen. Mit dem Ziel, endlich erster Fahrer des Teams zu werden, bestreiten wir eine direkte Rivalität mit eben diesem Kollegen, bei dem wir unsere Fähigkeiten gegen ihn unter Beweis stellen. Das ist unterdessen nicht immer einfach, vor allem wenn wir in einem Profiteam anheuern. Bei Mercedes, Red Bull oder Ferrari etwa fährt schließlich auch unser Teamkollege ziemlich weit vorne mit und ihn zu übertreffen, könnte bei so manchem Wetter vielleicht sogar eine Kunst werden.

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Einfacher Beginn
Wer sich den umfangreichen Karrieremodus noch nicht zutraut, der hat aber natürlich auch die Möglichkeit, sein Glück in einem der vielen anderen Modi zu versuchen. So können wir unter anderem eine einzelne Meisterschaftssaison hinlegen, eine schnelle Runde fahren oder im Zeitfahren versuchen, unsere Fähigkeiten zu verbessern. Vor allem für das Training ist letzteres geeignet, wenn gleich die meisten Spieler diesen Modus vermutlich nicht primär nutzen werden, haben wir schließlich in der Karriere und im Meisterschaftsmodus immer noch genug die Möglichkeit, zu trainieren. Dabei können wir sogar festlegen, welche Renndistanz wir absolvieren wollen (auch die realistische, komplette Renndistanz ist möglich) und wie lange das Qualifying dauern soll. Einmal festgelegt, haben wir vor jedem Rennwochenende auch im Karrieremodus noch die Möglichkeit, diese Einstellung zu ändern.

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Training endlich sinnvoll
Ein Rennwochenende besteht dabei natürlich aus den realitätsgetreuen Varianten: Wir dürften gleich zwei Mal zum freien Training auf die Strecke, versuchen uns anschließen im Qualifying und freuen uns dann anhand der Platzierung auf der sonntägliche Rennen. Interessant ist dabei, dass man die Trainingsphase nun endlich sinnvoll gefüllt hat und wir nicht nur nach Belieben im Kreis fahren dürfen. Das hindert den Spieler erstmals daran, das Training zu überspringen und tatsächlich gut zu nutzen. In Trainingssessions lernen wir unter anderem die Streckenklimatisierung, um später die Ideallinie besser halten und das DRS optimal einsetzen zu können. Beim Reifenmanagement lernen wir, unsere Reifen während dem Rennen möglichst zu schonen. Beim Qualifying-Tempo versuchen wir, bereits im Training die Zeitvorgaben für eine gute Qualifying-Position zu erreichen und bei den Team-Aufgaben geht es darum, bestimmte vom Konstrukteur vorgegebene Ziele zu erreichen. Je erfolgreicher wir sind, desto mehr Punkte erhalten wir, die wir dann in die Verbesserung unseres Fahrzeuges investieren können. So haben wir nicht nur endlich einen Grund, das Training zu absolvieren, sondern werden ganz automatisch auch noch besser im Rennen.

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Achtung: Wand
Besser werden ist übrigens auch nötig, denn wer dachte, er könnte einfach nur aufs Gas treten, hat sich getäuscht. Obwohl wir diverse Fahrhilfen optional einschalten können, können wir den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad der Strecken tatsächlich spüren. Vor allem engere Strecken wie Monaco oder auch Australien sind gar nicht immer einfach, wenn es darum geht, auf der Strecke zu bleiben. Können wir in Bahrain beispielsweise problemlos mal leicht von der Strecke abkommen, bedeutet das in Monaco ein Schaden am Fahrzeug oder womöglich gleich ein komplettes Ausscheiden. Durch den realistischen Wendekreis wird aber auch schnell klar, wir schwierig es echte Formel 1-Fahrer dabei haben, die Streckenmarkierungen nicht zu übertreten und mit welcher Lebensgefahr sie in Monaco schweben, wenn sie einmal einen Fehler machen. Das sorgt für Spannung – auch beim Spieler.

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Hölle Aquaplaning
Doch auch sonst hat es und die glaubwürdige Fahrphysik tatsächlich angeht. Schnell merken wir nämlich, welche Auswirkungen selbst kleinere Schäden am Fahrzeug auf die Steuerung haben können. Eine kleine Beule am Frontflügel und der Wendekreis kann plötzlich größer werden. Ein mittelgroßer Schaden und unser Auto neigt vielleicht schon nach rechts. Noch schwerer Schaden und wir werden spürbar langsamer. Aber auch platte Reifen, ein Verlust der Räder und vieles mehr ist möglich, was unser Können erfordert. Selbst die Unterschiede bei verschiedenen Reifen und Einstellungen sind während dem Fahren spürbar. Besonders schwierig wird es unterdessen bei Regen, wenn Aquaplaning dafür sorgt, dass wir unser Auto nicht mehr so leicht auf der Strecke halten können. Je mehr langgezogene Kurven, desto schwieriger wird auch hier die Steuerung. So bleibt „F1 2016“ aber auch über eine gewisse Zeit spannend.

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Verbannung der Tastatur
Apropos Steuerung: Am Besten ist es dann doch, wenn wir „F1 2016“ vorzugsweise mit dem Gamepad-Controller oder lieber gleich einem Lenkrad steuern. Damit ist vor allem die Lenkung um einiges präziser möglich, als mit der Tastatur. Letzteres können wir zwar ebenfalls verwenden, ist aber bei Rennspielen generell nicht zu empfehlen. Gar nicht vorhanden ist hingegen die Steuerung per Maus, denn nicht einmal im Menü haben wir die Möglichkeit, das Spiel mit der Maus zu bedienen. Das ist nicht ganz zeitgemäß, aber letztendlich dann doch ausreichend. Ein kleines Problem gab es aber dennoch, denn das Spiel hat vor allem bei der Controllersteuerung wohl mit einigen Bugs zu kämpfen. Bei unserem Test mit einem Logitech Dual Action wurde der Controller zwar erkannt und wir konnten ihn auch konfigurieren, aber seit dem zweiten Start wird die Tastenbelegung nur noch mit „Fehler“ angegeben. Kurzes Minimieren und erneutes Maximieren des Spiels sorgt derweil allerdings dafür, dass wir den Controller dennoch verwenden können. Und auch eine erneute Änderung der Tastenbelegung ist möglich, auch wenn anhand der „Fehler“-Angabe nicht erkennbar ist, welche Funktion gerade welcher Taste zugewiesen wurde. Zum Glück funktionierte die Steuerung mit dem Controller aber dennoch im Test.

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Neue Regeln für die Fahrer
Interessant ist derweil übrigens eine vollständige Umsetzung der neuen Formel 1-Regeln. Das betrifft unter anderem das Qualifying, welches nun in drei Phasen abläuft, bei dem nach jeder Phase die schlechtesten Fahrer ausscheiden. Gut gelungen ist dabei die Idee, dies nur beim vollen Qualifying umzusetzen, da dies im kurzen Qualifying kaum sinnvoll anwendbar ist. Wer aber als Profi-Rennfahrer Lust auf ein vollumfängliches Rennwochenende mit kompletter Qualifying-Länge hat, der bekommt hier auch die Regeln zu spüren. Ähnliches gilt für die Übernahme der DRS-Regeln, für die Beschränkung von Reifen und die Übernahme der Qualifying-Einstellungen ins Rennen. Ganz zu schweigen von etwaigen Strafen, wie etwa eine Durchfahrtsstrafe (Fahren durch die Box, ohne erlaubten Stop) bei einem Fehlstart oder einer Zeitstrafe wegen Abkürzens der Strecke. Das ganze dann passenderweise kommentiert über Funk durch unsere Kameraden in der Box, die unser Fahrverhalten stets im Auge behalten und sinnvolle Tipps geben. So fühlt man sich wie ein echter Rennfahrer.

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Fahrer muss selbst ran
Übrigens: Die Durchfahrtsstrafen kommen mitunter gar nicht so selten vor, denn wir müssen in „F1 2016“ hin und wieder auch manuell ran. Das gilt auch für die Kupplungssteuerung beim Start des Rennens. Bevor die Ampeln also auf grün schalten, ist es unsere Aufgabe, die Kupplung gedrückt und den Motor im richtigen Drehzahlbereich zu halten. Sobald dann grün wird, lassen wir die Kupplung im richtigen Moment los und geben Gas. Spannend ist das deshalb, weil sich das Risiko für Fehlstarts damit enorm erhöht und wir uns beim Start wirklich konzentrieren müssen, um keine Strafe zu kassieren. Auch da hat man den Realitätsgrad nun ein wenig erhöht. Gut außerdem, dass wir nun die Geschwindigkeit zur Boxengasse selbst regulieren müssen und nicht mehr allzu weit automatisch gefahren werden.

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Hübsches Nass
Grafisch und technisch kann sich das aktuelle Formel 1-Game übrigens sehen lassen. Dabei liefert man zwar keine grafische Referenz ab, aber vor allem die Streckengestaltung ist doch recht glaubwürdig und realistisch ausgefallen. Praktisch zu jeder Zeit haben wir das Gefühl, auf der echten Strecke unterwegs zu sein, weil jede Tribüne, jeder Zaun, jede Palme und jeder Baum an genau der richtigen Strecke liegt. Mit dem passenden Schattenspiel wird dabei so manche Strecke sogar ein bisschen atmosphärisch. Auch die Fahrzeugmodelle sind insgesamt gut und realistisch ausgefallen, obwohl man beim „Glanzeffekt“ nicht so sehr punkten kann, wie beispielsweise „Project Cars“. Dafür haben die Spiele eines gemeinsam: Besonders bei Regen sieht es besonders hübsch aus. Dann komme nicht nur schöne Wassereffekte und eine spiegelnde Straße zum Vorschein, sondern auch noch andere schöne Details. So sehen wir etwa jeden Tropfen auf unserem Auto und wenn es auf unsere Kamera regnet, bewegt sich die Flüssigkeit je nach Kurve in die eine oder andere Richtung. Schöner geht Regen nicht. Insgesamt hätte man aber vielleicht noch eine zusätzliche, bessere Anti-Aliasing-Funktion für die High-End-PCs einbauen und vielleicht die Charaktermodelle noch hübscher gestalten können. Aber immerhin: Im Gegensatz zum Vorgänger sehen wir unsere Kollegen, wie etwa den Mechaniker oder unsere Managerin tatsächlich auch mal, statt nur in Menüs zu wuseln. Damit lohnt sich ein Aufrüsten von der Vorjahres-Version allemal.

Fazit:
Mit der diesjährigen Version des offiziellen Formel 1-Spiels haben sich die Entwickler deutlich verbessert und endlich wieder den sehr vermissten Karrieremodus einbaut. Zusätzliche Verbesserungen wie ein manueller Start, sinnvolle Trainingseinheiten und ein motivierendes Technologiesystem runden das Spielerlebnis ab und knüpfen wieder gut an die hohen Qualitäten der 2013er Version an. Ein Muss für Motorsport-Fans.

F1 2016 Wertung



30
Aug

Europa Universalis IV

Die Landkarte sieht im Jahre 1444 noch ein bisschen anders aus, als heute. Kleine Provinzen stehen kurz davor, historische Kriege zu führen und vor allem Deutschland ist noch weit davon entfernt, ein vereinigtes Land zu sein. Selbst kleinere Länder wie Hessen oder Trier könnten womöglich schon bald in direktem Konflikt miteinander stehen. Bei den vielen Auseinandersetzungen ist ein starkes Militär schon bald Pflicht, doch auch die Ausbreitung auf andere Gebiete und Kontinente spielt eine große Rolle. Keine leichte Aufgabe für den jeweiligen Thronfolger, denn eine funktionierende Wirtschaft ist ausschlaggebend für den Erfolg einer Nation. Krieg ist teuer, Provinzen wollen unterhalten werden und das Handelseinkommen eines Landes zu Beginn nicht allzu hoch. Ganz zu schweigen von all dem Prestige, der Legitimität des Herrscherhauses und verschiedenen politischen Veränderungen, die in den nächsten Jahrhunderten eine große Rolle spielen werden. Willkommen bei „Europa Universalis IV“.

Kritik:
Man merkt vermutlich an dieser Beschreibung bereits: Dieses Spiel aus dem Hause Paradox Interactive ist nichts für den blutigen Anfänger. Wer schon mit Strategiespielen wir „Risiko“ überfordert ist, der braucht sich an diesen Titel wohl gar nicht erst heran wagen. Die Kartenansicht ist dabei mit dem berühmten Brettspiel vergleichbar, doch im Kern geht es dabei gefühlte 30 mal komplexer und umfangreicher zu. Denn jede noch so kleine Veränderung in seiner eigenen Nation hat mitunter weitreichende Auswirkungen auf andere Funktionen und Systeme. Und das will erst einmal beherrscht werden. Das Problem: Wirklich einsteigerfreundlich ist „Europa Universalis IV“ nicht. Geduld und möglichst viel Zeit sollte mitgebracht werden. Letztendlich haben es aber selbst wir geschafft, die wir eigentlich verschiedene Genres spielen und keine Strategieveteranen sind, das Spiel letztendlich einigermaßen zu beherrschen.

Europa Universalis IV

Aller Anfang ist schwer
Ein Tutorial liefert das Hardcore-Strategiespiel natürlich mit. In mehreren Abschnitten lernen wir dabei die grundlegende Steuerung von „Europa Universalis IV“ kennen, gehen später auf Kriegsführung, Wirtschaft und andere Funktionen ein und dürften uns anschließend an einem Tutorial-Szenario versuchen, an dem unerfahrene Spieler glatt auch mal scheitern können. Aber kein Grund, gleich die Motivation zu verlieren, denn dran bleiben lohnt sich und früher oder später wird jeder dieses Spiel beherrschen können. Bis dahin sind allerdings locker mindestens vier Stunden Einarbeitungszeit nötig, um sich überhaupt an eine Singleplayer-Partie wagen zu können. Und selbst hier stellen wir immer wieder fest, dass einzelne Funktionen vom Tutorial nicht angesprochen wurden und zusätzliche Einarbeitungszeit erfordern. Nicht selten hatten wir große Fragezeichen auf dem Kopf, wie man denn diese und jene Funktion nochmal verwendet. Etwa das Transportieren von Einheiten auf dem Schiff. Eines garantieren wir aber: Eine Singleplayer-Partie vollständig abgeschlossen und man hat das Spiel soweit verstanden.

Europa Universalis IV

Komplexitätsmonster
Hat man erst einmal jede Funktion und deren Zusammenspiel verinnerlicht, überrascht „Europa Universalis IV“ mit einem ausgesprochen hohen Tiefgang. Immerhin müssen wir wirklich alle Aspekte unseres Staates im Auge behalten, um letztendlich zum Erfolg zu kommen. Eine positive Bilanz ist also in jedem Bereich nötig, nicht nur bei der Wirtschaft. Wenn gleich diese wohl am wichtigsten ist, denn für die Erweiterung unserer Provinzen und das Einnehmen von Steuern, ist zunächst einmal Geld nötig, das wir ausgeben können. Denn wo kein Wohlstand ist, da auch keine Steuern. Einmal zu viele Darlehen aufgenommen, die wir nicht mehr zurückzahlen können, ist der Bankrott unausweichlich. Das dauerhafte Aufnehmen von Schulden, wie dies wohl diverse Staaten in der Realität versuchen, ist so nicht praktikabel möglich und führt unsere Nation auf kurz oder lang in den Ruin. Jeder Krieg erhöht jedoch die Kosten, jedes verlorene Land an die Konkurrenz verringert unsere Einnahmen. Von etlichen Modifikatoren mal ganz abgesehen.

Europa Universalis IV

Jeder König braucht Berater
Im Grunde genommen haben wir auf verschiedene Arten nämlich jederzeit die Möglichkeit, die Kosten zu beeinflussen und jede Funktion durch Modifikationen zu verändern. Dabei kommen nicht nur regelmäßige politische Ereignisse ins Spiel, bei denen wir Entscheidungen treffen müssen, sondern auch drei politische Berater, die zwar einerseits Geld kosten, aber andererseits auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. So können wir etwa einen Berater mit positivem Steuermodifikator einstellen und dadurch mehr Geld durch Steuern einnehmen. Oder die Handelseinnahmen modifizieren, falls wir damit mehr Geld verdienen. Ähnliches gibt es allerdings auch für diplomatisches Geschick, für Technologiekosten, für den Armeeunterhalt und vieles mehr. Das alles im Auge zu behalten, ist nicht immer einfach.

Europa Universalis IV

Stabilität ist alles
Wichtig ist unterdessen auch eine hohe Stabilität, Prestige und Legitimität. Stabilität sorgt schließlich dafür, dass unsere Steuereinnahmen und Kosten stabil bleiben und unser Staat letztendlich gut am Laufen gehalten wird. Dabei müssen wir stets darauf achten, die Stabilität über null zu halten. Dumm nur, dass sich jene ständig verschlechtert, wenn ein neuer Thronfolger antritt, politische Zufallsereignisse eintreten, oder wir etwa Krieg führen. Ein Krieg ohne Grund angezettelt, oder ein Friedensabkommen gebrochen und unsere Stabilität sinkt. Dasselbe gilt für Prestige, denn unter anderem verlorene Länder verringern unser Prestige. Dazu auch zahlreiche andere Ereignisse. Zu niedriges Prestige kann in einer Staatsehe dazu führen, Juniorpartner des Nachbarn ohne diplomatische Rechte zu werden. Hohes Prestige wiederum ermöglicht die Beanspruchung der Thronfolge eines anderen Landes mit Staatsehe, wenn dieses keinen legalen Thronfolger hat. Wir können also die diplomatischen Beziehungen grundlegend verändern, manchmal sogar ohne tatsächlich Krieg zu führen. Spannend.

Europa Universalis IV

Unruhige Bevölkerung
Doch auch die Legitimität der eigenen Regierung ist ausschlaggebend dafür, ob unser Volk uns weiterhin zur Seite stehen. Wird das Staatsoberhaupt nicht von der Bevölkerung anerkannt, kommt es zu Unruhen und wir erhalten vor allem mit gegründeten Kolonien ernsthafte Probleme. Ist das Freiheitsbestreben zu hoch, führt dies nämlich zu einer möglichen Revolte und einer Forderung nach Unabhängigkeit. Nebenbei verweigern diese dann aber auch noch den Handel mit uns und verringern unser Einkommen zum Teil drastisch. Deswegen haben wir hier ein weiteres System, das wir im Auge behalten sollten, um das Spiel zu beherrschen. Die hohe Komplexität macht „Europa Universalis IV“ dabei zu einer Herausforderung mit Tiefgang. Zumal auch annektierte Staaten bei unterschiedlicher Kultur oder Religion zum Aufstand neigen können. Daher sind auch Kriegsfolgen nicht immer leicht zu beherrschen. Einfach den Gegner platt machen, reicht hier längst nicht aus.

Europa Universalis IV

Religion und Kultur
Wie auch in der Realität spielt natürlich Religion und Kultur bei „Europa Universalis IV“ eine entscheidende Rolle. Dies beeinflusst nicht nur unsere Beziehungen zu anderen Ländern direkt (je mehr Gemeinsamkeiten, desto leichter sind die diplomatischen Beziehungen), sondern hat auch Einfluss auf unsere gesellschaftlichen Errungenschaften. So können wir im Laufe der Zeit nicht nur andere Regierungsformen annehmen, sondern erhalten außerdem andere gesellschaftliche Ideen. Neben dem klassischen Forschungssystem gibt es – bestimmte Forschungsstufen vorausgesetzt – nämlich auch noch ein Ideensystem, bei der wir die Art der zu erforschenden Ideen selbst festlegen können. Ob religiös oder humanistisch, ob militärisch oder diplomatisch, ob Handel oder Spionage – unsere Richtung entscheiden wir selbst. Doch je mehr Ideen wir entdecken, desto weiter entwickelt sich auch unsere Gesellschaft, die wiederum abhängig von der Kultur vorgegeben ist. Spanier erhalten somit andere gesellschaftliche Errungenschaften als etwa Ottomanen. Spannend.

Europa Universalis IV

Macht ist das A & O
Bei der Erforschung neuer Technologien und Ideen kommt es aber vor allem auf unsere Macht an. Anders als in den meisten Strategiespielen errichten wir keine Forschungseinrichtungen in unseren Provinzen, sondern verstärken unsere Macht. Das kann unter anderem ebenfalls durch das Einsetzen von politischen Beratern geschehen, die uns zusätzliche Machtpunkte in den Bereichen Administration, Diplomatie und Militär ermöglichen. Sowohl die Machtpunkte, als auch der Forschungsbaum bezieht sich gänzlich auf diese drei Bereiche. Genug Machtpunkte erreicht, investieren wir diese in Forschung oder eben Ideen. Mit der administrativen Macht erforschen wir beispielsweise religiöse und humanistische Ideen, mit der diplomatischen Macht verbessern wir unsere Handelseffizienz oder forschen die Spionage und die militärische Macht dient der Entdeckung neuer militärischer Einheiten oder dem erforschen von offensiven, wie defensiven Strategien. All das bringt uns Vorteile im späteren Spielverlauf, wenn gleich Militär eben nicht ganz im Mittelpunkt steht.
Europa Universalis IV

Kolonien sind keine Stützpunkte
Hauptsächlich geht es in „Europa Universalis IV“ nämlich darum, sein eigenes Territorium zu erweitern. Das geschieht unter anderem auch mit der Kolonisation von fremden Kontinenten, auf denen wir die Einheimischen zurückdrängen, um eigene Kolonien zu gründen. Genau deshalb ist allerdings auch das klassische Spielziel nicht ausschlaggebend, denn eine komplette Welteroberung ist durch das Koloniesystem nicht mehr möglich. Sobald die erste Kolonie gegründet wurde, breitet diese sich kurzerhand bald auf die Nachbarländer aus und gründet eine eigene Nation, sobald mindestens sieben Provinzen in der Kolonie errichtet wurden. Das führt allerdings dazu, dass wir die Kolonie nicht mehr selbst verwalten können, sondern diese stattdessen damit beginnt, Handel mit uns zu führen, den wir dann durch globale Tarife verzollen können. Das Gründen von Kolonien dient also in erster Linie dem Erhöhen unserer Einnahmen und nicht als strategischer Militärstützpunkt. Das ist auf den ersten Blick etwas befremdlich, sorgt aber schnell für noch mehr Tiefgang im Wirtschafts- und Diplomatiesystem. Denn wollen wir den strategischen Stützpunkt nutzen, müssen wir die Truppenstationierung mittels Diplomatie vereinbaren. Das geht allerdings auch mit anderen befreundeten Staaten. Ihr seht also bereits: „Europa Universalis IV“ ist extrem komplex und richtet sich ganz klar an die Profi-Strategen.

Fazit:
Wer schon mit klassischer 4X-Strategie überfordert ist, wird mit „Europa Universalis IV“ sicher nicht glücklich werden. Allen anderen Strategen, die allerdings eine echte Herausforderung suchen, offenbart sich hier ein Hardcore-Strategiespiel mit sehr hoher Komplexität und einem enormen Tiefgang.

Übrigens: Auch nach mehreren Jahren arbeitet Paradox Interactive weiterhin an dem Spiel und veröffentlicht regelmäßig neue DLCs und Addons, die “Europa Universalis IV” noch komplexer machen. Erst vor kurzem haben sie auf der Gamescom das kommende Addon “Rights of Man” angekündigt.

Europa Universalis IV Wertung



29
Aug

Cities Skylines: Natural Disasters lässt Kometen auf die Erde fallen

Die Städtebausimulation “Cities: Skylines” kann man wohl seit vergangenem Jahr als das beliebteste und beste Spiel seines Genres bezeichen. Doch selbst über einem Jahr nach der Veröffentlichung, lassen es sich die finnischen Entwickler nicht nehmen, auch weiterhin an dem Spiel zu basteln und viele Wünsche der Fans umzusetzen. Mit “Natural Disasters” möchte man nun endlich auch spannende Naturkatastrophen einbauen, die das Geschick des Spielers und ein gutes Krisenmanagement benötigen, wenn wir versuchen, den Schaden zu begrenzen und mögliche Überlebende aus den Trümmern zu retten.

Cities: Skylines - Natural Disasters

Auf der Gamescom hat uns Paradox Interactive auch schon eines der Disaster gezeigt: Meteoriten fallen über die Erde her und platzieren ganze Krater auf unserer Landkarte. Interessant ist dabei die physikalisch korrekte Umsetzung der Kollision, denn die Auswirkungen des Katastrophe richten sich nach dem genauen Niederschlagsort des Kometen. Fällt dieser etwa in einen Fluss, hat das daraufhin gleichzeitig eine Überschwemmungswelle zur Folge, die Teile unserer Stadt unter Wasser setzen. Besonders beeindruckend war dabei eine Demonstration des Wasserflusses, der absolut realistisch aussah.

Cities: Skylines - Natural Disasters

Insgesamt möchte man allerdings noch weitere Wünsche der Fans hinsichtlich Naturkatastrophen in die Tat umsetzen und lässt sich dabei zunächst die genaue Anzahl offen. Was es also letztendlich in das Addon schaffen wird, ist bis dato noch unklar. Schön ist allerdings dennoch, dass man auf die Spieler hört und sich nach ihren Vorlieben richtet, um genau umzusetzen, was diese sich wünschen. Ein genauer Releasetermin ist bisher ebenfalls noch offen, man darf aber mit Anfang des kommenden Jahres rechnen.



26
Aug

Tyranny: Pillars of Eternity bekommt seinen Nachfolger

Das Rollenspiel “Pillars of Eternity” hat bei Spielern eine gewisse Beliebtheit erreichen können. Nun soll mit “Tyranny” ein Nachfolger in die Startlöcher gehen, bei dem das Böse bereits gewonnen und die Oberhand erlangt hat. Auch der Held in diesem Spiel ist prinzipiell eher ein böser Charakter, sorgt aber in gewissen Szenen für eine unerwartete Vielschichtigkeit – etwa, wenn wir ein fremdes Wesen befreien müssen. Und obwohl das kommende Spiel von Paradox Interactive ein wenig an das gute alte “Diablo” erinnern mag, so unterscheidet sich die Spielmechanik inmitten einer Welt zwischen Bronzezeitalter und Eiszeit, in der es recht brutal zu geht, doch sehr.

Die Entwickler haben sich nämlich dazu entschlossen, das klassische Level- und Skillsystem nicht mehr einzubauen. In “Tyranny” werden wir unsere Zeit also nicht damit verbringen, Erfahrungspunkte zu sammeln und bestimmte Fähigkeiten gezielt auszubauen. Stattdessen entwickeln sich unsere Skills tatsächlich dadurch, dass wir sie anwenden. Wer es also vorzieht, mit dem Schwert in die Schlacht zu ziehen, der wird auf kurz oder lang auch seine Skills im Schwertkampf entsprechend verbessern. So sollen wir uns darauf konzentrieren können, was dem Spieler tatsächlich Spaß macht und in diesen Bereichen schlussendlich zu einem Meister der Fähigkeiten werden.

Tyranny

Interessant ist derweil allerdings auch, dass wir niemals alleine in diesem Abenteuer unterwegs sind. Mit maximal vier Begleitern wagen wir uns also durch spannende Level und können dabei jeweils gänzlich unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen. Jeder der einzelnen Charaktere entwickelt sich also individuell, sodass wir durch Nutzen bestimmter Waffen und Fähigkeiten, ein ausgewogenes Team entwickeln können. Oder aber auch genau das Gegenteil tun könnten, in dem wir jeden Charakter dieselben Waffen verwenden lassen. Wie wir vorgehen, ist am Ende gänzlich uns überlassen. Gerade dieser Aspekt bringt einen gewisses Taktikelement in das Rollenspiel, das beim Anspielen bereits viel Spaß machte.



26
Aug

Sniper Ghost Warrior 3: Scharfschützen im freien Feld

Bereits vor einem Jahr hatten wir auf der Gamescom zum ersten Mal die Gelegenheit, erste spielbare Szenen aus dem neuen “Sniper: Ghost Warrior 3″ zu sehen. Mittlerweile ist das Spiel natürlich um einiges fortgeschrittener und auch die offene Welt ist bereits spielbar. Bei unserem diesjährigen Anspieltermin auf der Gamescom hatten wir daher die Gelegenheit, gleich mehrere Missionen aus dem neuen Ego-Shooter anzuspielen. Die machen nicht nur Spaß, sondern sind tatsächlich auch fordernd.

Zu Beginn eines jeden Spiels starten wir dabei in einer Art Safehouse, einer sicheren Unterkunft, in der wir vor den Gegnern versteckt sind. Da landen wir auch, sollten wir während der Mission plötzlich sterben. Aber keine Sorge: So groß die Welt auch sein mag, so viele Safehouses gibt es auch im Spiel und wir landen immer im nächstgelegenen. So müssen wir nicht ständig dieselbe Strecke zurücklegen. Kurz unseren Ingame-Laptop angeschmissen und eine von mehreren Missionen ausgewählt, schon machen wir uns bereit für den Einsatz und wählen unsere Ausrüstung für die Mission. Scharfschützengewehre gehören da natürlich zum Standard.

Sniper: Ghost Warrior 3

Auf dem offenen Feld wirkt die Spielwelt von “Sniper: Ghost Warrior 3″ auch schon sehr lebendig. Die Vegetation gestaltet sich realistisch, Gegner sind auf der Lauer und ein paar Tiere konnten wir auch entdecken. Besonders schwierig gestaltet es sich aber unter Umständen, einen Aussichtspunkt für unser Scharfschützengewehr zu finden, an dem man uns nicht entdeckt und wir dennoch gute Sicht auf die Gegner haben, die wir vorzugsweise mit einem Kopfschuss erledigen. Das Problem: Je weiter wir von unserem Ziel entfernt sind, desto schwieriger wird das Zielen. Denn wie im realen Leben, bleibt die Hand nicht immer ruhig. Luft anhalten ist also ein Muss, um wirklich ruhig und geradeaus Schießen zu können – aber auch das geht nicht für unbegrenzte Zeit. Der Job eines Scharfschützen ist also ganz schön herausfordernd.

Sniper: Ghost Warrior 3

Um uns herum sahen wir dann auch schon verschiedene Gegnertypen und konnten auch selbst schon einmal in ein Fahrzeug steigen. Mit dem Auto durch die Landschaft gedüst, erinnert “Sniper: Ghost Warrior 3″ sogar ein bisschen an die Far Cry-Reihe, wenn gleich die Scharfschützenaction eben weit mehr im Fokus steht. “Dummerweise” verfügen aber auch die Feinde über Fahrzeuge, sodass selbst Panzer unseren Weg kreuzen können. Von den Sturmgewehren mal ganz zu schweigen, denn haben die Gegner erst einmal die Richtung unseres Schusses ausgemacht, kommen sie uns suchen und erschweren damit unsere Mission. All das macht allredings viel Hoffnung darauf, dass das Spiel sich qualitativ sehr positiv von seinem Vorgänger absetzen kann und vermutlich zum besten Teil der Reihe wird. Überzeugen können wir uns davon ab dem 27. Januar 2017.



26
Aug

Hob: Torchlight-Macher mit neuem Abenteuer

Kleineren Indie-Studies muss man hin und wieder auch eine Chance geben. Das sieht offenbar auch Publisher Perfect World so, die bisher vor allem durch “Star Trek Online” bekannt wurden und sich ein wenig in neuen Genres bewegen. Mit “Hob” kommt nämlich ein süßes kleines Indie-Game der “Torchlight”-Entwickler, das sich als eine Mischung aus Plattformer, Abenteuer und Puzzlegame versteht. Darin übernehmen wir einen kleinen Helden, der in einer äußerst kreativen und hübschen Landschaft seinen Weg finden muss und gezwungen ist, mittels Schalter und Rätsel, die Welt ein klein wenig zu transformieren.

Hob

Das Interessante an “Hob” dürfte sicherlich sein, dass es jede Generation begeistern könnte. Das Gameplay spielt sich spaßig genug, um Erwachsene an den Rechner zu locken, doch auch kleinere Kinder könnten auf Grund der niedlichen und liebevoll gestalteten Welt großen Gefallen an dem Abenteuer finden. Insgesamt ist das Spiel nämlich in einem einzigartigen Grafikstil gehalten, das an eine Mischung aus Pixel- und Comiclook erinnert, aber doch nichts von beidem darstellt. Dies nutzt man um eine etwas surreale Welt voller Pflanzen, Tieren und Kreaturen darzustellen, in der wir Schalterrätsel lösen, Plattformen erreichen und durch Kombinationen den Weg durch die Welt finden müssen.

Hob

Auf der Gamescom hatten wir am Stand von Perfect World bereits die Gelegenheit, zwei Level des Spiels vollständig anzuspielen und hatten dabei, obwohl es sich auf den ersten Blick um ein Kinderspiel handelt, überraschend viel Spaß. Bei den Rätseln musste man hier und da schließlich mal nachdenken und auch bei den kleineren, eher harmlosen Kämpfen sind Kombinationsgabe und Reflexe gefragt. Leider müssen wir allerdings auch dazu sagen, dass “Hob” bisher noch einen recht fehlerhaften Eindruck macht, stürzte das Spiel beim Anspielen schließlich mehrmals ab und hatte auch sonst diverse Bugs zu bieten. Da man sich allerdings noch in der Alpha-Phase befindet, lässt sich das verschmerzen und wir sind zuversichtlich, dass die Entwickler diese Probleme bis zum Release natürlich noch in den Griff bekommen. Ein kleiner Indie-Geheimtipp könnte “Hob” aber allemal werden.



26
Aug

Aquanox – Deep Descent: Das Unterwasserabenteuer bekommt eine Neuauflage

Kennt ihr noch “Aquanox”? Das Unterwasser-Actionspiel aus dem Jahre 2001, in dem wir mit einem kleinen U-Boot durch die Tiefen der Meere reisten und dort gegen zahlreiche Feinde in den Kampf ziehen mussten? Genau dieses Spiel bekommt nun dank Crowdfunding tatsächlich eine Neuauflage. Bei unserem Anspieltermine der Alpha Version auf der Gamescom konnte man dabei allerdings sogar schon sehen: Dem Original kommt man dabei erstaunlich nahe. Dabei hat man allerdings nicht nur die Grafik verbessert, sondern vom ersten Eindruck her auch die Physik und Steuerung.

Aquanox: Deep Descent

Die Steuerung ist unter anderem auch deshalb wesentlich einfacher, weil man das HUD des neuen “Aquanox” doch ein wenig minimalistischer gestaltet hat. Als Spieler hat man recht schnellen Überblick über die Minikarte, den Waffen und den diversen Funktionen unseres Schiffes und auch navigieren können wir hervorragend. Denn obwohl wir es hier nun einmal mit einem dreidimensionalen Spiel zu tun haben, bei dem die Gegner auch über und unter uns sein können, macht das Gleiten verdammt viel Spaß. Man hat sich dabei Mühe gegeben, das “Fahrverhalten” unter Wasser so realistisch wie möglich zu gestalten, sodass wir nach Loslassen einer Taste noch ein wenig weiter gleiten. Mit den standardgemäßen Tastatureingaben und ein paar nahegelegene zusätzliche Tasten gestaltet es sich sehr einfach, hoch und runter zu gleiten, oder aber auch diagonal in einem Tunnel. Letzteres Feature macht die Steuerung umso komfortabler und angenehmer. Gute Arbeit also.

Aquanox: Deep Descent

Während wir laut Entwickler eine umfangreiche zweitstellige Spielzeit zu erwarten haben, dürfen wir uns aber auch auf einige neue Features freuen, die noch nicht zum originalen “Aquanox” gehörten. Dazu zählt unter anderem ein Koop-Modus, in dem ganze 4 Spieler gleichzeitig mit eigenen U-Booten antreten können. Um den Spielspaß weiter zu steigern, gesellt sich dazu dann auch noch ein klassischer Deathmatch und Team Deathmatch-Modus, der es uns ermöglich, unsere Fähigkeiten mit anderen Spielern zu messen. Eine hohe Langzeitmotivation ist also wahrscheinlich und die Möglichkeit, nach dem Ende des Singleplayer-Modus noch weiter zu spielen, ebenfalls gegeben. Selbst ans Steuer darf man aber leider erst im Jahre 2017.



26
Aug

Spellforce 3: Rollenspiel und Strategie endlich vereint

Als der erste “Spellforce”-Teil damals im Jahre 2003 erschien, war das schon eine kleine Sensation. Erstmals gelang es einem Entwicklerteam, das klassische Rollenspiel und Strategie sinnvoll miteinander zu kombinieren. In dem einen Abschnitt des Spiels zogen wir mit unserem Charakter und seinen Begleitern durch die Welt, um spannende Quests zu erledigen und in anderen Abschnitten bauten wir unser Lager auf und mussten uns vor bald angreifenden Feinden verteidigen. Regelmäßig wechselte das Spiel so hin und her und war dadurch sogar für erfahrene Strategiespieler eine Herausforderung. Doch schon damals störten sich einige Spieler daran, dass der Spielfluss ständig unterbrochen wird, wenn wir in den Strategiepart wechselten.

Spellforce 3

Im dritten Teil der “Spellforce”-Reihe soll das erstmalig endlich ein Ende haben. Nun ist es den Entwicklern gelungen, einen echten Hybriden aus Rollenspiel und Strategie zu machen – und zwar ohne, dass das Spiel dafür angehalten wird und wir in einen anderen Modus übergehen. Konkret bedeutet das, dass wir unser Lager aufbauen und zeitgleich von dort ausgehend die Questgeber besuchen, die interessante Aufgaben für uns haben. Wir müssen uns also mehr oder weniger um beides gleichzeitig kümmern und werden dabei auch noch von drei weiteren Charakteren begleitet.

Ähnlich wie einst beispielsweise in “Knights of the Old Republic” sollen allerdings auch die einzelnen Charaktere eine zwischenmenschliche Beziehung aufbauen und Ereignisse, mit denen sie beispielsweise nicht einverstanden sind, kommentieren. Und das, obwohl wir weiterhin aus der Top-Down-Perspektive spielen und schnell den Eindruck haben, es handele sich um ein klassisches Rollenspiel. Das Gameplay nämlich erinnert uns fast ein bisschen an das erste “Sacred”, statt an den Vorgänger des neuen Spellforce. Das ist aber keineswegs schlecht, handelte es sich dabei schließlich um ein hervorragendes Rollenspiel.

Spellforce 3

Vereinfacht hat man dabei allerdings das Ressourcenmanagement, bei dem wir uns nicht mehr um jeden einzelnen Arbeiter persönlich kümmern müssen. Je größer unsere Stadt wird, desto mehr Arbeitskräfte werden automatisch generiert. Beim Bau von Gebäuden, die mit Mitarbeitern unterhalten werden müssen, liegt es lediglich an uns, darauf zu achten, dass wir möglichst genug freie Arbeitskräfte zur Verfügung haben, um die Einrichtungen auch zu betreiben. Außerdem brauchen wir zusätzliche Menschen zum Transport von Waren, damit die Logistik in “Spellforce 3″ tatsächlich funktioniert. Der Vorteil daran ist, dass wir uns ganz auf Strategie und Rollenspiel konzentrieren können, statt mit Micromanagement beschäftigt zu sein. Eine gute Idee, damit keiner der Spieler am Ende überfordert ist oder den Überblick verliert.

Darüber hinaus soll “Spellforce 3″ auch noch mehrere Multiplayer-Modi verpasst bekommen, wobei einer davon im Koop-Modus spielbar ist. Dabei wäre der vermutlich nicht einmal nötig gewesen, um ausreichend Spaß zu haben, denn mit einer Spielzeit von über 30 Stunden ist wohl auch die Singleplayer-Kampagne mehr als lang genug, um den Spieler dauerhaft vor den Bildschirm zu locken. So oder so macht “Spellforce 3″ bereits jetzt den Eindruck, dass es sich um ein sehr durchdachtes Spiel handelt. Im Jahre 2017 können wir uns dann voraussichtlich selbts davon überzeugen.



26
Aug

Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr

Das Warhammer-Universum hat Tausende von Fans, auch in Deutschland. Regelmäßig treffen sich viele von ihnen, über alle Generationen hinweg in diesen kleinen Fantasy-Brettspielgeschäften namens “Games Workshop”, um dort an ihren neuesten Figuren zu basteln oder gegenseitig in einer Warhammer-Partie gegeneinander anzutreten. Nicht selten geht dabei ein halbes Vermögen drauf und ganz viele Arbeitsstunden zum Bemalen der kleinen Citadel-Figuren. Kein Wunder also, dass das Franchise letztendlich auch regelmäßig seinen Weg auf den PC und die Konsolen findet. Mit “Warhammer 40.000: Martyr” widmet man sich aber dieses Mal weder einem Strategiespiel, noch einem Third-Person-Shooter. Stattdessen dürfen wir in einem Action-Rollenspiel das ganze Universum bereisen.

Warhammer 40.000: Inquisitor - Martyr

Dem Spieler bleiben dabei grundsätzlich sehr viele Freiheiten. Welchen Planeten wir als nächstes besuchen und welche Quest wir absolvieren wollen, bleibt gänzlich uns überlassen. Und dabei gibt es mehr als genug Abwechslung, denn in dem großen Universum warten zahlreiche Haupt- und Nebenquests darauf, von uns gelöst zu werden. Kein Grund für Frustration also, denn ist uns eine Quest einmal zu schwer, machen wir eben solange an einer anderen weiter – Auswahl gibt es ja genug. Generell spielt sich “Martyr” nämlich in einem Sandbox-Universum, in dem wir uns beinahe endlos austoben können, ohne linear einer bestimmten Geschichte zu folgen. Das könnte vielen gefallen.

Warhammer 40.000: Inquisitor - Martyr

Der restliche Spielablauf ist ansonsten eher klassischer Natur, wenn gleich vor allem Planeten und Sonnensysteme einen optisch recht ansprechenden Eindruck machen. Aus der Top-Down-Perspektive steuern wir schließlich unsere Spielfigur, kämpfen gegen zahlreiche Monster und setzen unsere vielen Skills ein. Dabei gilt es stets, eine besondere Quest zu erfüllen, die wir zuvor erfahren. Aber vor allem auch Blut und Zerstörung stehen wie üblich im Mittelpunkt des Warhammer-Spiels. So können wir bei Belieben nahezu die gesamte Map zerstören und vor allem unsere Feinde im Nahkampf auf blutige Weise hinrichten. Die entsprechenden Naheinstellungen mit beeindruckenden Szenen inklusive. Fans werden also auch in dieser Hinsicht voll auf ihre Kosten kommen, denn in “Martyr” befinden wir uns mitten in einem allgegenwärtigen Krieg, in dem nette Protagonisten eher nicht mit von der Partie sind. Dystopie pur also, die wir voraussichtlich im Jahre 2017 erleben dürfen.



26
Aug

Solstice Chronicles: Lokaler Koop kommt auch auf den PC

Twin-Stick-Shooter, die wir im Koop-Modus mit anderen Spielern spielen können, sind eigentlich nichts besonderes. Aus der Top-Down-Perspektive steuern wir eine Spielfigur, navigieren fast nur in die jeweiligen Richtungen und ballern gelegentlich darauf los. Mit ein paar zusätzlichen Skills kann man dann noch Drohnen navigieren, oder etwa ein paar Fähigkeiten einsetzen – etwa das Wiederbeleben eines verstorbenen Mitspielers. Ein wenig außergewöhnlicher wird ein solches Spiel dann allerdings, wenn man den lokalen Koop-Modus, den man normalerweise auf der Konsole gewohnt ist, auch auf dem heimischen Rechner umsetzt. Wir können also gleich mit mehreren Personen an ein und demselben Rechner zuhause im Wohnzimmer spielen, ganz ohne Internetverbindung.

Solstice Chronicles

Umgesetzt wird die Steuerung dann insbesondere per Gamepad-Controller, sodass wir problemlos mehrere Gamepads an einen Rechner anschließen und frei konfigurieren können. Das Spielen mit der Tastatur soll hingegen nur möglich sein, wenn man alleine am jeweiligen Rechner spielt. Alles andere würde allerdings auch ein wenig umständlich und kompliziert werden. Der ein oder andere, der also gerne mit seinen Freunden oder Geschwistern auf der Couch ein bisschen zocken will, ohne gleich eine Konsole anzuschaffen, sollte auf jeden Fall einen Blick auf “Solstice Chronicles” werfen. Wobei man dazu erwähnen sollte: Für Xbox One und PlayStation 4 erscheint das Spiel zusätzlich, sollte man ohnehin bereits eine Konsole besitzen.

Solstice Chronicles

Beim Gameplay hat man sich, obwohl es sich um ein eher klassisches Spielprinzip handelt, übrigens auch eine Besonderheit ausgedacht, denn der Schwierigkeitsgrad steigt nicht auf die gewöhnliche Art und Weise. So wird “Solstice Chronicles” nicht etwa von Level zu Level schwieriger, oder wenn wir den Schwierigikeitsgrad manuell erhöhen, sondern durch unsere Spielweise. Die im Spiel vorhandene Drohne können wir unter anderem z.b. nutzen, um nach zusätzlicher Munition zu suchen. Bei jedem Einsatz der Drohne erhöht sich jedoch die Anzahl der Gegner und das Spiel wird folglich schwerer. Man hat also somit auch ein taktisches Stilmittel, auf Grund dessen man den Einsatz der Drohne taktisch klug überlegen sollte und vielleicht versuchen sollte, gemeinsam im Koop ohne eine solche auszukommen. Spannendes Spielelement, selbst wenn man bisher nicht so sehr von diesem Genre begeistert war.