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The Long Journey Home: In den Fußstapfen von Captain Janeway
Silence: Rückkehr in die Traumwelt
State of Mind: Abenteuer über Transhumanismus
Civilization VI: Religionen erobern die Rundenstrategie
Pure Farming 17: Dying Light-Publisher auf Abwegen
Gwent: Auch Hexer spielen Karten
Die Gilde 3: Familiendynastien gehen in die nächste Runde
ELEX: Gothic meets Science-Fiction
Outreach: Einsam auf der russischen Raumstation
Diluvion: Innovatives Unterwasser-Abenteuer


25
Aug

The Long Journey Home: In den Fußstapfen von Captain Janeway

Einmal wie Captain Janeway von der Voyager fühlen? So etwas ähnliches dürfte jedenfalls bald mit dem neuen Space Exploration-RPG von Daedalic Entertainment möglich sein, in dem es unsere Hauptaufgabe ist, vom anderen Ende des Universums den Weg zurück zur Erde zu finden. Keine leichte Aufgabe, denn unterwegs treffen wir auf zahlreiche andere Spezies, spannende Missionen und vielleicht sogar der ein oder anderen Landung auf einem fremden Planeten, für die wir unseren Lander extra ausstatten müssen.

The Long Journey Home

Ähnlich wie auch Janeway in der berühmten Science-Fiction-Serie müssen wir unterwegs unsere Crew rekrutieren und ihnen wichtige Posten zuweisen. Das wiederum hat direkten Einfluss auf den Spielverlauf und unsere Möglichkeiten. Allerdings wird es noch spannender, wenn wir feststellen, dass viele der Quests ganz offen von Serien wie “Firefly” oder “Farscape” inspiriert wurden. Dabei möchte man allerdings auch einen hohen Widerspielwert bieten, denn das Universum wird prozedual berechnet. Das heißt: Vor der Generierung des Universums geben wir irgendeinen beliebigen Begriff ein und anhand diesem berechnet sich die Galaxie. Interessant dabei, dass wir einerseits die Möglichkeit haben, ständig in einem anderen Universum zu reisen und dabei quasi unendlich viele Variationen haben – andererseits aber durch die Eingabe desselben Begriffes dasselbe Universum erneut generieren. So besteht zugleich die Möglichkeit, auch Freunde im selben Universum dasselbe Abenteuer erleben zu lassen. Interessantes Konzept.

The Long Journey Home

Derweil sollte man allerdings nicht erwarten, dass man das Abenteuer mit einer einzigen Person erlebt und dieser in der First-Person-Perspektive folgt. Stattdessen schauen wir stets von oben herab auf die Karte des Universums oder wahlweise von der Seite, wenn wir auf einem Planeten gelandet sind. Das ändert letztendlich aber sicherlich nichts daran, dass das Konzept allemal sehr interessant zu sein scheint und Science-Fiction-Fan vermutlich begeistern könnte. Auf jeden Fall sollen wir noch in diesem Jahr die Gelegenheit haben, das selbst herauszufinden, wenn das Spiel für PC, Mac, Linux und Konsole erscheint.


25
Aug

Silence: Rückkehr in die Traumwelt

Einmal ganz bewusst in die Welt der Träume eindringen und seine liebsten nächtlichen Erlebnisse noch einmal erleben – das würden sicherlich sehr viele gerne einmal tun. Im Adventure “The Whispered World” hatten wir in der Vergangenheit schon einmal die Gelegenheit dazu, genau solche Dinge nachzuempfinden. Damals allerdings noch in einer klassischen 2D-Welt. Das soll sich nun ändern, denn der Nachfolger “Silence” setzt erstmals auf eine komplett in 3D designte Welt und bietet damit ein gänzlich neues Spielerlebnis. Wir übernehmen darin die Rolle des Noah, der seine Schwester in der realen Welt verliert und glaubt, sie in der Traumwelt Silence wiederfinden zu können.

Silence

Ganz gewöhnlich ist die Inszenierung dieses Spiels aber dennoch nicht, weil man einerseits auf ein klassisches Adventure-Gameplay setzt, andererseits aber auch die Welt selbst etwas anders gestaltet hat, als man es eigentlich gewohnt ist. Denn während die Figuren allesamt in 3D auftauchen und auch die Umgebung optisch genau diesen Eindruck macht, handelt es sich wohl bei allen Szenen um gemalte Hintergründe, die dem Spiel eine besondere Atmosphäre verleihen. Das hat allerdings auch dazu geführt, dass die Entwicklungszeit etwas länger war, als zunächst erwartet.

Silence

Dennoch muss man klar sagen, dass vor allem die 3D-Parts des Spiels besonders gut zur Geltung kommen. Denn was die Figuren und Gesichtsanimationen angeht, handelt es sich bei “Silence” um eines der besten Spiele, die wir auf der Gamescom zu sehen bekamen (sofern wir mal von Call of Duty absehen). Es war noch nicht einmal nötig, selbst zum Controller zu greifen, um die starken Emotionen der Figuren stark nachempfinden zu können und ein bisschen Traurigkeit beim Zuschauer auszulösen. Kann das Spiel dieses Niveau über seine gesamte Spielzeit hinweg halten, könnte es sich um eines der emotionalsten Spiele der letzten Jahre handelt und definitiv eine Empfehlung für jeden Adventure-Fan. Denn “Silence” hat enorm hohes Potential.


25
Aug

State of Mind: Abenteuer über Transhumanismus

Im digitalen Zeitalter verschwimmen Realität und Virtualität immer mehr. Manchen Menschen fällt es womöglich nicht mehr leicht, noch zwischen diesen Welten zu unterscheiden. Der nächste Schritt scheint da vollkommen logisch: Transhumanismus. In der Rolle des Journalisten Richard Nolan erleben wir ein Berlin im Jahre 2048, in dem Menschen bereits vor einiger Zeit ein Bewusstseinsupgrade vollzogen wurden und sich nun auf einer Entwicklung hin zu einer postmateriellen Existenz begeben. Eine Welt, in der Virtual Reality und das echte Leben zunehmend verschwimmen und selbst unsere Mitmenschen nur noch so etwas wie Pixel in einer Spielwelt sind.

State of Mind

Man könnte “State of Mind” vom ersten Eindruck her vielleicht sogar als eine Art Geheimtipp bezeichnen. Immerhin ist allein die Story und Thematik in einem Spiel schon sehr außergewöhnlich und einzigartig. Nicht zu letzt spielt es aber auch eine große Rolle, dass der Publisher Daedalic Entertainment hier seine Finger im Spiel hat. Immerhin ist der Hamburger Publisher vor allem für äußerst storylastige Spiele bekannt, in der die Figuren besonders gut zur Geltung kommen. Das haben wir spätestens in Abenteuern wie “Deponia” und vielen anderen gesehen.

State of Mind

Doch dieses Mal möchte man sich einem anderen Genre richten, denn “State of Mind” ist definitiv kein Point & Click-Adventure, wie man es von dem Publisher bisher gewohnt war. Stattdessen erleben wir ein Abenteuer in einer komplett offenen Welt, das von Isolation und Auseinandersetzung mit der eigenen Identität erzählt. Dazu gehört ein Zuhause unserer Hauptfigur, zahlreiche Dialoge und Konflikte, aber auch ein ungewöhnlicher Grafikstil. Immerhin setzt man hier auf eine Art dreidimensionale Pixeloptik, die man normalerweise für einen Grafikfehler halten müsste, bei der aber doch schnell erkennbar ist, dass es sich um ein künstlerisches Stilmittel handelt. Denn wie gesagt: Die virtuelle und reale Welt soll verschwimmen. Und das macht sich auch optisch bemerkbar. Faszinierend.


25
Aug

Civilization VI: Religionen erobern die Rundenstrategie

Die seit vielen Jahren bekannte “Civilizations”-Reihe von Spielelegende Sid Meier gehört wohl mit zu den bekanntesten Marken im Strategiegenre. Die letzte Version, die uns einst in fremde Welten entführte und unter dem Titel “Beyond Earth” bekannt wurde, liegt mittlerweile auch schon zwei Jahre zurück. Zeit also für einen offiziellen sechsten Teil der Reihe, der das Spielgeschehen wieder auf irdische Bereiche verlagert. Das Spielprinzip hat sich dabei bekanntlich über die vielen Jahre keineswegs geändert und Fans dürften wissen, was sie erwartet, doch so manch ein Feature hat längst einen neuen Anstrich bekommen.

Civilization VI

Neu ist unter anderem, dass sich errichtete Städte nicht mehr selbst verteidigen können, sondern wir Verteidigungseinrichtungen und Einheiten rund um die Stadt positionieren müssen, um sie vor Feinden zu beschützen. Ein bisschen mehr an die Realität angelehnt und vielleicht sogar dem Spiel ein klein wenig mehr taktischen Tiefgang verleihend. Insgesamt könnte sich dadurch allerdings auch das Micromanagement erhöhen, weil wir ständig darauf achten müssen, welche Städte auch tatsächlich von militärischen Einheiten beschützt werden. Bei fortgeschrittenem Spielverlauf und zahlreichen vorhandenen Städten kann das mitunter etwas unübersichtlich werden.

Civilization VI

Davon abgesehen hat man allerdings alle Features, die damals bei “Civilization V” erst mit den Addons “Gods & Kings” und “Brave New World” eingeführt wurden, nun bereits vom Start weg integriert. Das betrifft insbesondere auch das “Erforschen” von Religionen, die uns interessante Boni ermöglichen sollen. Fraglich ist allerdings noch, ob eine komplett auf naturwissenschaftliche Errungenschaften bezogene Spielweise überhaupt (sinnvoll) möglich ist und ob sich Nichtgläubige damit anfreunden können. Nichts desto trotz ist es dennoch erfreulich, dass “Civilization VI” gleich vom Start weg mit allen umfangreichen Features ausgeliefert wird und sich jene Spieler, die sich an die damaligen Addons gewöhnt haben, gleich wiederfinden können und auf nichts verzichten müssen.

Civilization VI

Übrigens: Das neue Feature, Städte nicht mehr mit einer eigenen Verteidigungsmöglichkeit auszustatten, wird auch noch wegen einer ganz anderen Änderung interessant. So nehmen Städte, sobald sie sich vergrößern, nicht mehr nur ein einziges starres Feld ein, sondern expandieren nach einer Weile auf die drumherum liegenden Felder. Sie werden also immer größer, was es umso schwieriger macht, sie gegen die Feinde zu verteidigen. Doch auch das eine Idee, die stark an die Realität angelehnt ist, in der schließlich auch Städte expandieren. Die Stadt wird dann bei wachsender Größe in verschiedene Bezirke eingeteilt, die für die Errichtung bestimmter Gebäude zwingend erforderlich sind. Das erhöht die Komplexität beim Städtebau und macht das Spiel sicherlich einen Tick interessanter.

Bei unserem Anspieltermin auf der Gamescom hatten wir jedenfalls bereits in den ersten Minuten so viel Spaß, wie bereits mit den vorherigen “Civilization”-Versionen und fanden uns erstaunlich schnell zurecht – trotz der neuen Features. Fans der Reihe dürfen also aller Wahrscheinlichkeit nach bedenkenlos zugreifen.


25
Aug

Pure Farming 17: Dying Light-Publisher auf Abwegen

Landwirtschaftssimulationen gelten bereits seit einigen Jahren als nahezu sichere Einnahmequelle, obwohl das viele Spieler überhaupt nicht nachvollziehen können. Durch die Überschwemmung des Marktes mit schlechten Simulationen hat der Ruf dieses Genres in den vergangenen Jahren leider stark gelitten. Der erste Gedanke vieler Spieler angesichts eines neuen Landwirtschaftssimulators ist: “Nicht schon wieder Simulatorschrott”. Ein bisschen genauer hinsehen muss man dann aber schon, wenn plötzlich Techland dahinter steckt. Immerhin ist der Publisher eher für grafisch aufwändige Zombie-Shooter wie “Dying Light” und “Dead Island” bekannt. Bei der Präsentation auf der Gamescom haben wir allerdings keine Zombies in dem Spiel entdecken können.

Pure Farming 17

Stattdessen setzt Techland offenbar eher auf eine Vollblutsimulation, die ihren Titel auch verdient hat. “Pure Farming 17″ ist auf den ersten Blick nämlich als AAA-Spiel konzipiert, das weit komplexer sein soll, als seine Konkurrenz. So erleben wir nicht nur den Farming-Alltag eines Bauern, sondern erhalten auch eine kleine Wirtschaftssimulation. Mit bisher vier spielbaren Ländern können wir unser Unternehmen nämlich expandieren und rund um den Globus neue Bauernhöfe eröffnen – und in jedem dieser Länder sind die Bedingungen anders. Bauen wir beispielsweise in Kolumbien eher Kaffee an, so gehören in Italien eher Oliven zu unserem Angebot.

Pure Farming 17

Interessant ist dabei aber dennoch, dass wir die Entwicklung unseres Unternehmens gänzlich frei festlegen können. Auch wenn Italien also Oliven wachsen, sind wir keineswegs gezwungen, auch solche anzupflanzen. Stattdessen hat man ein Levelsystem eingebaut, das es uns ermöglicht, neue Fähigkeiten und Technologien freizuschalten. Ob Tiere, Pflanzen oder gar erneuerbare Energien mit Windrädern – es ist gänzlich uns überlassen, wie wir unser verfügbares Land nutzen. Oder ob wir stattdessen einfach unseren Bauernhof vergrößern. Dazu gibt es nämlich genug Möglichkeiten, denn mit über 70 originallizensierten landwirtschaftlichen Fahrzeugen dürfte genügend Abwechslung geboten sein.

Pure Farming 17

Auch beim Questdesign hebt man sich unterdessen übrigens von der Konkurrenz ab. So verfügt “Pure Farming 17″ über ein dynamisches Missionsdesign, das sich an unsere Spielweise, unsere Entwicklungen und auch äußeren Umständen anpasst. So erhalten wir nach einer langen Trockenphase beispielsweise andere Aufgaben, als wenn es ständig regnet. Sehr realistisch. Nachdem wir das Spiel in Halle 10 auch anspielen konnten, bleibt aber dennoch die Frage, ob man Neulinge für das Genre begeistern kann. Denn gerade die landwirtschaftlichen Aufgaben, etwa wenn wir mit einem Traktor über die Felder fahren, laufen doch recht langsam ab und könnten so manchen womöglich langweilen. Spieler, die an dem Genre interessiert sind, sich aber mit der Qualität der Konkurrenzprodukte bisher nicht anfreunden konnten, sollten “Pure Farming 17″, welches im 1. Quartal 2017 erscheint, aber im Auge behalten.


25
Aug

Gwent: Auch Hexer spielen Karten

Im vergangenen Jahr galt “The Witcher 3″ wohl als das beste Rollenspiel des Jahres, wenn nicht gar aller Zeiten. Die vielen Auszeichnungne, die dieses Spiel abgeräumt hat, lassen sich mittlerweile vermutlich nicht einmal mehr zählen. Auch die Minispiele, mit denen Hexer Geralt in dem Spiel konfrontiert war, trugen letztendlich zu einem abgerundeten Spielerlebnis bei, denn selbst da hatten die meisten Spieler viel Spaß. Da haben sich die Entwickler bei CD Project Red wohl gedacht: Machen wir doch einfach ein Standalone-Spiel zum Kartenspiel “Gwent”, welches als Minispiel in Witcher 3 vorhanden war. Gesagt, getan: Auf der Gamescom gab es dann auch schon eine spielbare Version.

Gwent

Das Spielprinzip ist dabei dasselbe gelieben und erinnert an ein klassisches Sammelkartenspiel. Wir stellen unsere Decks zusammen und treten anschließend wahlweise in einer Singleplayer-Kampagne oder in einer Multiplayer-Partie gegen unsere Mitspieler an. Ziel dabei ist es, eine höhere Punktzahl zu erreichen als der Gegner. Drei Runden gibt es insgesamt, mindestens zwei davon müssen wir gewinnen, um auch das gesamte Match zu gewinnen. Dabei setzten wir Karten in drei Kategorien: Nahkampf, Fernkampf und Belagerung und können mittels Spezialkarten z.b. das Wetter verändern (um die Werte zu verringern), weitere Karten nachholen, oder ähnliches. Interessante Bonusoptionen der einzelnen Karten sorgen dafür, dass wir stets überlegt vorgehen müssen und eine interessante Abwechslung geboten wird.

Gwent

Leider hat man in der Standalone-Version offenbar keine weiteren Fraktionen eingebaut. Wir übernehmen also vier der spielbaren Fraktionen, die wir bereits aus “The Witcher 3″ kennen. Darunter das Königreich Nilfgaard, die Monster und zwei weitere. Dennoch hat man das ursprüngliche Spiel nicht 1:1 übernommen, sondern sich spannende Neuigkeiten ausgedacht. So gibt es bei jeder Fraktion zusätzliche Karten, die in “The Witcher 3″ noch nicht zur Verfügung standen und auch die Sonderattribute der Karten wurden um einiges erweitert und komplexer gehalten. Unterm Strich bedeutet das, dass wir zunächst eine gewisse Einarbeitungszeit benötigen, um mit allen neuen Eigenschaften vertraut zu sein und die Partien auch gewinnen zu können. So bleibt “Gwent” allemal interessant.

Spannend ist unterdessen auch der neue Singleplayer-Part, den man nun eingebaut hat. Darin müssen wir eine storybasierte Handlung erleben, die Landkarte erkunden und auf interessante Art und Weise neue Karten sammeln. Damit sei wohl garantiert, dass wir nicht nach wenigen Stunden im Multiplayer die Lust verlieren. Das Spiel erscheint auf PC und Xbox One. Spieler können sich bereits jetzt für die Beta registrieren.


25
Aug

Die Gilde 3: Familiendynastien gehen in die nächste Runde

Zehn Jahre ist es nun her, dass der zweite Teil der “Gilde”-Reihe vor allem in Deutschland einen großen Erfolg feierte. Da wird es nun mehr als dringend Zeit, endlich einen dritten Teil bei THQ Nordic abzuliefern. Dass das Spiel aber vor allem hierzulande auf großen Beliebtheit stößt, ist keine Besonderheit, sind doch vor allem deutsche Spieler sehr von Aufbauspielen begeistert. In “Die Gilde 3″ bekommen wir obendrein gleich eine Mischung aus Strategiespiel, Wirtschaftssimulation, Rollenspiel und historischer Mittelaltersimulation geboten. Angefangen mit nur geringem Budget müssen wir dort eine eigene Familiendynasie aufbauen, die später an andere Generationen weitergegeben wird.

Im Mittelpunkt des Spiels stehen neben Handel und Produktion natürlich das Gewinnen von Einfluss innerhalb der Politik und der Gesellschaft. Die dabei gegründeten Gesellschaften sind etwa vergleichbar mit Vereinen, die in gegenseitiger Konkurrenz stehen. Spannend und ungewöhnlich ist dabei aber auch das SKillsystem, bei dem wir Fähigkeiten zum Produzieren von Gegenständen erlangen müssen und diese anschließend in Handel und Produktion nutzen können. Je einflussreicher die Familie und je mehr wir produzieren, desto mehr können wir auch in die “Gilde 3″ letztendlich erreichen.

Die Gilde 3

Im Vergleich zum 2006 erschienenen “Gilde 2″ hat man sich übrigens sehr viel Mühe gegeben, die Grafik auf einen möglichst aktuellen Stand zu bringen. Dafür verwenden die Entwickler die “Darksiders”-Engine, die schon bei dem grafisch aufwändigen Action-Abenteuer zum Einsatz kam. Das hat allerdings einen Nachteil, denn vor allem im Horizont sehen wir eine etwas unschöne schwarze Begrenzung, die keinen ganz so sanften Übergang ermöglicht. Andererseits sehen vor allem die Städte dafür umso detailreicher aus und die Grafik bleibt auch hübsch, wenn wir mit unserer stufenlosen Kamera ein bisschen näher an unsere Spielfiguren heranrücken. In jedem Fall sieht “Die Gilde 3″ bereits in der jetzigen frühen Version sehr vielversprechend aus und könnte ein kleiner Strategie-Hit werden. Der Release ist für Ende diesen Jahres geplant, jedoch entscheidet sich im Laufe der nächsten Wochen, ob das Spiel möglicherweise verschoben werden muss.


25
Aug

ELEX: Gothic meets Science-Fiction

Der deutsche Entwickler Piranha Bytes haben hierzulande damals Anfang der 2000er einen echten Spiele-Hit landen können. Die Spielereihe “Gothic”, insbesondere die ersten beiden Teile, zählen bis heute zu den besten Rollenspielen, die wir jemals gespielt haben. Mit der anschließenden Spieleserie “Risen” konnte man an den Erfolg allerdings nicht mehr so ganz anschließen und kommt womöglich zu dem Entschluss, das neue innovative Ideen her müssen. Genau deswegen wagt sich das Entwicklerstudio auch erstmals an ein Science-Fiction-Setting, obwohl man sich zuvor ausschließlich auf Fantasy und Mittelalter beschränkt hat.

ELEX

Interessant ist das allemal, denn Fans der alten “Gothic”-Spiele wissen, dass sie es hierbei mit einer extrem offenen Welt zu tun bekommen. Das ist gerade deshalb spannend, weil durch das Science-Fiction-Genre neue Technologien ins Spiel kommen. So können wir etwa unter anderem durch ein Gerät auf unserem Rücken durch die Luft schweben und praktisch bedingungslos jeden Bereich des Spiels, das größer werden soll als Gothic 3, betreten.

Bei den ersten spielbaren Szenen, die Piranha Bytes auf der Gamescom präsentierte, wurde allerdings bereits ersichtlich, dass man offenbar das klassische Spielkonzept aus “Gothic” auch in diesem Setting übernommen hat. Nach Aussage der Entwickler möchte man damit den Charme des Studios aufrecht erhalten und die Erwartungen der Spieler erfüllen. Ob man das allerdings schafft, lässt sich aktuell noch schwer einschätzen, denn sowohl die “Gothic”-Reihe, als auch “Risen” verfügt über eben diese Stilmittel – dennoch sind nicht beide Serien gleich gut gelungen. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich also schwer beurteilen, ob man qualitativ eher an Gothic, oder an Risen anknüpfen wird. Fans dieser Spiele sollten “ELEX” aber sicherlich im Auge behalten.


25
Aug

Outreach: Einsam auf der russischen Raumstation

Der Weltraum kann schon sehr einsam und beklemmend sein, wenn man plötzlich allein auf einer Raumstation ausharren und herausfinden muss, wodurch die bisherige Crew verschollen ist. Als russischer Astronaut versuchen wir gemeinsam mit Mission Control einen Ausweg aus unserer missligen Lage zu finden und erleben anhand eines narrativen Spielerlebnisses mit Stimmen aus dem Off, entdeckten Fotos und vielem mehr die Vergangenheit der anderen Charaktere. Obwohl es vergleichbare Spiele unter anderem auch schon mit “Adr1ft” gab, hat “Outreach” doch einige kleine Besonderheiten zu bieten.

Outreach

Bei diesem Indie-Spiel versucht man nämlich ganz geschickt, Fakten und Fiktion zu vermischen, denn bei dem Hauptprotagonisten, den wir spielen werden, handelt es sich um eine einst real existierende Person. Dementsprechend ist auch die Raumstation überaus realistisch gehalten und kommt in einem eher klobig-kalten weißen Erscheinungsbild daher, das uns stark an die internationale Raumstation ISS erinnert. Wir befinden uns nämlich auf einem originalgetreuen Nachbau der Raumstation Mir, von der die Entwickler bereits spielbare Szenen zeigen. Zumindestet jedenfalls von einem Außenaufenthalt, denn den Innenbereich der Raumstation konnte man auf der Gamescom leider noch nicht zeigen.

Outreach

Insgesamt befindet sich “Outreach” offenbar allerdings noch in einem sehr frühen Stadium, denn nicht einmal Sterne waren bisher in das Spiel integriert. Die Raumstation selbst macht allerdings schon einen sehr realistischen Eindruck und ist vielleicht das glaubwürdigste, was wir in einem solchen Spiel bisher gesehen haben. Die Zusammenarbeit mit Mission Control scheint dabei auch ein spannendes Feature. Ob das Weltraum-Spiel allerdings hält was es verspricht, erfahren wir voraussichtlich im Jahre 2017, wenn das Spiel für PC und Mac erscheinen soll.


25
Aug

Diluvion: Innovatives Unterwasser-Abenteuer

Richtig innovativ wird es manchmal bei den kleineren Publishern. Dort traut man sich nämlich mitunter etwas häufiger an gänzlich neue Spielkonzepte, als bei den großen Major-Publishern. Mit “Diluvion” dürfen wir uns auf genau so etwas freuen. Nachdem die Welt auf dem Boden gänzlich zerstört wurde, begibt sich die Menschheit nämlich in die Welt der Meere, um dort ein neues Leben aufzubauen. Als taucherfahrene Kapitäne erkunden wir die wunderschönen und abwechslungsreichen Welten unter Wasser und sind dabei vor allem mit liebevollen gestalteten, außergewöhnlichen Schiffen unterwegs, die auch ein klein wenig an die Steampunk-Kultur erinnern mögen. Das bietet vor allem ein ungewöhnlich flottes Unterwasser-Abenteuer, denn die kleinen Schiffe sind besonders wendig und daher auch für den Kampf geeignet.

Diluvion

Besonders faszinierend ist dabei allerdings, dass “Diluvion” auf zwei völlig verschiedene Grafikstile setzt. Navigieren wir durch die Tiefen der Meere noch aus der 3D-Ansicht, spielen sich die Räumlichkeiten innerhalb der Schiffe und Stationen komplett in einer liebevollen 2D-Comicgrafik ab. Dort führen wir dann auch die Dialoge, treffen Entscheidungen, rekrutieren Crewmitglieder und vieles mehr. In der Präsentation auf der Gamescom hatten wir dabei den Eindruck, dass diese beiden Elemente hervorragend harmonieren und auch in der Praxis gut funktionieren. Im späteren Spielverlauf soll dann nämlich sogar der Basisbau möglich sein und weitere Möglichkeiten für den Spieler eröffnen.

Das interessante Indie-Game aus dem Hause Gambitious erscheint voraussichtlich im Herbst diesen Jahres für den PC und Mac.